
179 S. mit 70 Abb. und Dokumenten, ISBN 3-88202-349-X, kart. 17,50 €
Zu der seit Jahrzehnten propagierten,
doch durchaus notwendigen "Bewältigung" der deutschen Vergangenheit gehört
neben der Erforschung aller Förderung der NSDAP ganz vorrangig auch der erbitterte
Abwehrkampf, der gegen die heraufziehende Herrschaft Adolf Hitlers und seiner Partei
geführt wurde. Und hierin muß auch das leidenschaftliche Ringen Erich Ludendorffs
sowohl gegen die NSDAP als auch gegen ihre Förderer gestellt werden.
Geschichte muß Lehrmeisterin der Völker sein - unabhängig davon, ob sie über Siege
oder Niederlagen, Erfolge oder Mißerfolge berichtet. Demzufolge haben ihre Lehren
über Niederlagen manches bewirkt, wenn sie beherzigt wurden. In der offiziellen
Geschichtsschreibung wird jedoch der Tannenbergbund Ludendorffs zumeist übergangen,
wenn nicht Ludendorff zum wichtigsten Förderer Hitlers hochgelogen wird. Gerade
aber, weil der Tannenbergbund der Geschichte angehört, seine Geschichte überall
vergessen und verdrängt wird, ist es notwendig, sie zu schreiben.
Ein weiterer wesentlicher Grund, einen Abriß
der Tannenbergbund-Bewegung zu schreiben, sind die bis zur Stunde anhaltenden üblen
Lügen und Verleumdungen über die Ludendorff-Bewegung. Nicht anders wie 1933 denunzieren
seit 1945 vor allem jene Kreise, denen rechststaatliches Denken und Handeln
unbekannt zu sein scheint, die Weltanschauungsgemeinschaft "Bund für Gotterkenntnis
(Ludendorff) e.V.", die 1930 als "Deutschvolk" gegründet worden war, ohne
jeden Beweis als verfassungsfeindlich. Es sind fast die gleichen Kreise, Gruppen und
Machtgebilde, die als einstige Steigbügelhalter des Hitlerismus doch allen Grund
hätten zu schweigen.
Diesen Machenschaften und Verfälschungen will die
vorliegende Schrift die geschichtliche Wahrheit entgegenstellen: Die Tatsachen über
den unbestechlichen Kampf Ludendorffs und seines Bundes gegen Willkür und für den
freiheitlichen Rechtsstaat, zumal dieser Freiheitskampf von neuen geistigen,
philosophischen Erkenntnissen und Beweggründen getragen wurde. Und solche stießen
zu allen Zeiten nur zu oft auf erbitterten Widerstand.