(Fortsetzung und Schluß)
Von Adelheid Duppel
Zunächst einmal mußte Preußen wegen der französischen Besatzung vom äußersten Zipfel seines Landes, von Memel aus, regiert werden. Dort soll Luise in einem Brief an ihren Vater geschrieben haben: »Es wird immer klarer, daß alles so kommen mußte, wie es gekommen ist. Die göttliche Vorsehung leitet unverkennbar neue Weltzustände ein und es soll eine andere Ordnung der Dinge werden, da die alte sich überholt hat und in sich selbst als abgestorben zusammenstürzt. Wir sind eingeschlafen auf den Lorbeeren Friedrichs des Großen, wir sind mit der von ihm geschaffenen neuen Zeit nicht fortgeschritten; deshalb überflügelte sie uns« (5/542). So schön dieser Brief ist, er lag schon bei der allerersten Veröffentlichung der Briefe Königin Luises nicht als Original vor, sondern nur als Abschrift der Caroline von Berg. Es wird vermutet, daß er von ihr stilistisch und inhaltlich überarbeitet worden ist.
Hier, am absoluten Tiefpunkt der preußischen Geschichte, in katastrophaler wirtschaftlicher Lage, dämmerte nun langsam die Erkenntnis der Ursachen für dieses Scheitern. Hier begann der König mit Unterstützung seiner Frau mit den schon längst überfälligen Reformen. Er schnitt sich nicht nur den alten Zopf ab, sondern er berief die richtigen Fachleute in die Regierung, von denen der wichtigste der Freiherr vom Stein war. Dieser wird überhaupt von vielen Historikern als einer der fähigsten Männer Deutschlands neben Bismarck bezeichnet.
Luise schrieb unter seiner Anleitung viele politisch bedeutsame Briefe. Der Minister war sich der Wirkung ihrer Ausstrahlung und Liebenswürdigkeit auf andere bewußt und setzte diese neben anderen Mitteln in seiner Politik ein. Er selbst war immun dagegen. Durch ihre Bereitschaft, ihre Briefe von ihrem Minister korrigieren zu lassen, zeigte sie jedoch, daß sie sich ihrer Grenzen bewußt war, daß sie seine Überlegenheit in politischen Angelegenheiten anerkannte, und daß ihr das Gelingen einer Angelegenheit wichtiger war als die eigene Persönlichkeit. Da die Reformen von der Zustimmung des Königs abhängig waren, und dieser durch seine Entschlußunfähigkeit und Depressionen meistens zögerte, wurde die Königin oft als Vermittlerin gebraucht. Dabei kannte sie die abwertende Meinung ihres Ministers, der es ihr immer wieder übelnahm, daß sie sich bei all den wichtigen Reformen und Zielen mehr von der Rücksicht auf die Stimmungen ihres Mannes leiten ließ, als von der Tragweite der zu fällenden Entscheidungen (1/112).
Immerhin erreichte sie durch einen ihrer Briefe, sowie durch den persönlichen Einsatz ihrer Schwester Therese in Paris, daß die französischen Truppen aus Königsberg abgezogen wurden und der Königshof seinen Regierungssitz von Memel wieder in die alte preußische Krönungsstadt verlegen konnte (1/115).
Dort blieben sie weitere zwei Jahre, bis Napoleon ihnen die Rückkehr nach Berlin erlaubte.
Kurz danach erkrankte sie schwer bei einem Besuch bei ihrem Vater in Schloß Hohenzieritz bei Neustrelitz und starb zwei Tage später, erst 34 Jahre alt.1) Als Ursache wurde in der Zeit, als man sie als Schutzgeist Preußens verehrte, ein vor Kummer über die Not ihres Landes gebrochenes Herz angegeben. In Wirklichkeit soll sie eine Lungenentzündung, zu der dann vermutlich eine Embolie kam, gehabt haben. Mit Sicherheit hatte sie sich nie ganz von den Strapazen ihrer Flucht und den vielen Schwangerschaften erholt. In der Zeit vor ihrem Tod war noch eine Kur geplant, die dann aber aus politischen Gründen abgesagt werden mußte.
Gibt nun Königin Luise von Preußen ein vorbildhaftes Beispiel für ihr Wirken als Frau in der Geschichte?
Die Philosophin Mathilde Ludendorff bezeichnet in ihrem Buch »Die Volksseele und ihre Machtgestalter« die Frau im Gegensatz zum Mann als mittelbare Geschichtegestalterin. Als solche tritt sie vordergründig nicht in Erscheinung. Sie wirkt mehr im Hintergrund, mehr auf beratende Weise. Königin Luise ist jedoch in der Geschichte so sehr aufgetreten, daß sie nie vergessen wurde. Sie wurde mehr geliebt und war wesentlich volkstümlicher als ihr Mann. Jedoch: Abgesehen von ihren Repräsentationspflichten, war ihr Wirken eher indirekt und lag tatsächlich mehr im Hintergrund. Dadurch, daß sie mehr für ihren Mann als für sich selbst gelebt hatte, half sie mit, daß dieser seine Aufgaben, denen er eigentlich nicht gewachsen war, besser erfüllen konnte. Sie vermittelte zwischen ihm und seinen Ministern, sie versuchte die Gräben zu überbrücken, die durch die unterschiedlichen Meinungen entstanden waren. So erreichte sie die Durchsetzung der ein oder anderen Entscheidung, zu der es ohne sie nicht oder nur viel später gekommen wäre. Das alles konnte sie, weil sie ihren Mann gut verstand und er ihr vertraute, weil er wußte, daß sie ihn ernst nahm und ihm ganz uneigennützig helfen wollte. Dies kam Preußen in seiner schwersten Zeit zugute.
Sie übte aber noch eine weitere Wirkung aus: Sie wurde durch ihre Lebensführung zu einem sittlich-moralischen Vorbild. Eine Frau ist durch ihre seelische Veranlagung, sich mehr als der Mann um das eigene seelische Wohl zu sorgen, eher geeignet, alles das zu hüten und zu bewahren, was mit Moral zu tun hat. Ebenso sind die meisten Frauen aufgrund ihrer körperlichen Veranlagung unabhängiger von den Männern als diese im umgekehrten Fall von den Frauen und dadurch zuverlässiger im Bewahren von Werten. Denn sie reagieren nicht auf äußere Reize, wie den Anblick, sondern erst auf Werbung. Diese erfordert Zeit und gibt somit den Frauen die Möglichkeit, erst die charakterlichen Eigenschaften des anderen gründlich kennenzulernen und dadurch eine Beziehung zu steuern.
Königin Luise lebte nach langer Zeit am preußischen Königshof ein Ideal vor. Dieses bestand nicht nur aus Treue, Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, sondern auch aus dem inneren Bedürfnis, Gutes zu tun. Damit hat sich Königin Luise immer wieder getröstet, als die vielen Verpflichtungen ihre ureigenen Vorstellungen vom Leben beeinträchtigten (8/168). Auch wollte sie selbst wirklich dem Bild entsprechen, das sich ihr Volk von ihr gemacht hatte. Das Gute als bedeutender Wert im Leben wird von ihr in ihren Briefen immer wieder erwähnt, und zwar immer als Selbstzweck und nicht unter dem christlichen Gesichtspunkt von Lohn und Strafe. Für ihren Wunsch nach Wahrheit spricht auch ihr Ablehnen von Intrigen, Boshaftigkeiten und Eifersüchteleien.
Dabei hat sie durchaus Humor und besitzt die Fähigkeit, sich auch über eigene Schwächen lustig zu machen. Über eigene Schwächen kann sich aber nur jemand lustig machen, der sie auch kennt. Selbsterkenntnis war schon immer der erste Weg zur Besserung. Das heißt für die seelische Entwicklung und die Erfüllung des Lebenssinnes: der Weg zur Selbstvervollkommnung, zur Selbstschöpfung, zum dauernden Einklang mit den göttlichen Wünschen zum Guten, Wahren und Schönen. Im Falle der Königin Luise muß man noch bedenken, daß sie es dabei sicher schwerer hatte als manch andere eher unscheinbare Frau. Denn eine Frau von wenig reizvollem Äußeren hat es immer leichter, ein moralisch unantastbares Leben zu führen als eine schöne umschwärmte Frau. Ist sie doch viel weniger Versuchungen und Verlockungen ausgesetzt und muß diesen nicht so häufig widerstehen wie eine Frau, die eine derartige Wirkung auf ihre Umgebung ausstrahlt, wie es von Königin Luise beschrieben wird. An Frau von Berg schrieb sie einmal (8/432): »Sie haben sehr recht, wenn Sie mich unfähig glauben, durch kleine Kunstgriffe Einfluß und Macht zu gewinnen. Mein ganzes Leben soll eines rechten Vertrauens würdig sein, aber keine Beeinflussung. Basta, dabei bleibt es.«
Wie bereits erwähnt, schreibt Königin Luise in einem Brief zu Beginn ihrer Ehe, sie sei durch ihren Mann besser geworden. Dies ist ein schönes Beispiel dafür, wie das innige Erleben einer Liebe (Minne) zwischen Mann und Frau tiefgreifenden Einfluß auf die seelische Entwicklung haben kann. Sie kann unwahrscheinlich beflügeln, sie kann das Bedürfnis nach dem Absoluten wecken, nach innerseelischen Höhepunkten und nach ideellen Werten als Maßstab für das eigene Handeln. Von diesem Wunsch nach dem Guten, dem Wahren und nach dem Schönen (auch in der eigenen Erscheinung, ohne diese jedoch zu überhöhen) war Königin Luise durchdrungen und hat ihr ganzes kurzes Leben lang versucht, diesen zu verwirklichen.
Als es um die Friedensverhandlungen zwischen Preußen und Napoleon ging, beschwor Luise ihren Mann brieflich, nur ja keinen »schändlichen Frieden« zu schließen (8/296), und in einem anderen Brief (8/360): » was ist Opfer an Land im Vergleich mit dem Opfer der Freiheit des Geistes, der Freiheit zu ehrenhafter Handlung, in einem Wort, der Unabhängigkeit. Mit Napoleon würdest Du böse und schlecht werden, zum Gelächter der Welt, so wie es mit den Bayern, dem Schwaben und dem Sachsen der Fall ist «. Weiter beschwor sie ihren Mann, unbedingt an Minister Hardenberg festzuhalten, dessen Entlassung Napoleon gefordert hatte. Ihre Worte baten ihren Mann eindringlich, seine Würde als Preußenkönig zu bewahren und nicht, wie andere regierende Fürsten, zu Napoleon überzulaufen, und damit die Unabhängigkeit aufzugeben. Ihr ist klar, daß das dann nichts mehr mit Anständigkeit zu tun hat. Dieses Betreben, den eigenen Stolz zu bewahren, wertete sie in diesem Brief sogar noch höher als einen drohenden Gebietsverlust. (Wobei sie im Augenblick nicht daran denkt, daß das eine das andere nach sich ziehen kann). Später jedoch, als weitere Gebietsverluste wegen Zahlungsunfähigkeit drohten, unternahm sie alles in ihrer Macht stehende, um zu einer Lösung beizutragen.
Wie sehr Königin Luise aber nicht nur durch ihr Exil, sondern auch mit ihrem Volk mitlitt, zeigte ihre Bereitschaft, als letzten Ausweg selbst zu Napoleon zu gehen und ihn um mildere Friedensbedingungen zu bitten. Dabei hat sie sicher ebenso wie ihr Mann und ihre Minister gewußt, daß sowohl Napoleon als auch der ebenfalls anwesende Zar Alexander nichts von Frauen hielten, die sich in die Politik einmischten. Sie erreichte auch keine Milderung der harten Friedensbedingungen. Jedoch sollte ihr Bittgang weitreichende Folgen haben:
Zum einen hörte Napoleon auf, die preußische Königin in seinen Armeebefehlen und den in ganz Europa gelesenen französischen Zeitungen zu verleumden. Zum anderen wurde Luise von ihrem Volk mehr denn je bewundert und verehrt. Nicht nur, weil sie schon vorher durch die Flucht das Leid mit ihrem Volk geteilt hatte, sondern auch, weil sie es gewagt hatte, mit Napoleon zu verhandeln, dem der Ruf eines Ungeheuers vorauseilte. Sie hatte nicht aufgegeben, sondern vorbildhaft versucht, bessere Bedingungen für ihr Land zu erreichen und so die Not ihres Volkes zu lindern, ohne ihm zu schmeicheln, sich vor ihm zu beugen oder zu ihm überzulaufen, wie viele andere Fürsten der damaligen Zeit (Friedrich August I. von Sachsen, Maximilian I. von Bayern, Friedrich I. von Württemberg). Auch wenn es noch ein paar Jahre über ihren frühen Tod hinaus dauerte, wirkten ihre Standhaftigkeit und ihre Vaterlandsliebe ermutigend (2/150) und wurden neben der Abscheu vor den unterdrückenden Bedingungen selbst ein Ansporn für ihr Volk, sich nicht mit den aufgezwungenen Zuständen abzufinden, sondern endlich einig zu werden und das verhaßte Joch der Fremdherrschaft abzuschütteln.
Obwohl zweisprachig aufgewachsen und mit der französischen Kultur vertraut (von den 800 erhaltenen Briefen hat sie ¼ in französischer Sprache geschrieben), bezog sie eindeutig Stellung gegen Napoleon. Sie fühlte sich nicht nur als Preußin, sondern darüber hinaus als Deutsche. So spricht sie in einem ihrer Briefe vor der preußischen Niederlage schon von »ihrer lieben Muttersprache«. Wären sie und ihr Mann zu den Franzosen übergelaufen, wie so manch andere deutsche Fürsten, hätten sie sicher nicht jahrelang ein so entbehrungsreiches Leben führen müssen. So haben sie sich trotz allem geistigen, seelischen und finanziellen Elend ihre Selbstachtung bewahrt und ihrem Volk als Vorbild gedient.
Mathilde Ludendorff schreibt weiter, daß die Frau ein stärkeres Erleben des Selbsterhaltungswillens der Volksseele besitzt, der die Volksgeschwister schützen und am Leben erhalten will, während beim Mann der Wille zur Macht stärker ausgeprägt ist, dessen Verwirklichung die Volksmitglieder oft mit dem Leben bezahlen müssen. Jedoch sind beide Willen wichtig und notwendig und erst ein Gleichgewicht beider sichert den dauerhaften Bestand eines Staates. In Königin Luises Briefen liest man oft ihr Mitgefühl heraus, das sie bei kriegerischen Handlungen mit den Opfern hat. Ihrem Mann gegenüber, der zu Beginn ihrer Ehe an einem Polenfeldzug teilnahm, drückte sie auch die Hoffnung aus, die Preußen mögen nicht gar zu sehr von der Eroberungssucht angesteckt werden (8/78). Jedoch war ihr Mann kein machtbewußter Mensch, so daß Luise eher die umgekehrte Aufgabe zufiel: Nicht ihn zu mäßigen, sondern ihn zum Handeln aufzufordern, was ihr dann auch Napoleons Vorwurf, eine Kriegstreiberin zu sein, eintrug.
Das stärkere Erleben der Volksseele führte also bei Königin Luise auch dazu, daß sie sich nicht nur persönlich betroffen fühlte, sondern alles in ihrer Macht Stehende unternahm, um ihrem Land in der Gegenwart das harte Los zu erleichtern und ihm eine lebenswerte, selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen.
Günter de Bruyn spricht in seinem Buch »Preußens Luise, vom Entstehen und Vergehen einer Legende« (S. 125) davon, daß Mythen »Hilfsmittel waren, zur Identitätsfindung und damit zur Abgrenzung von anderen Gemeinschaften, meist von den feindlichen, die die eigene unterdrückten, bedrohten oder zu bedrohen schienen, so daß Einheit auch durch Gemeinsamkeit von Feindschaft entstand«. Wobei der Verfasser Königin Luise als Mythos bezeichnet. Nach ihm hat das Frauenideal Luise ausgedient, da weder heldische Einzelkämpfer, noch die Erfüllung kriegerischer Funktion notwendig wäre noch das Vorbild der Dulderinnen, die sich durch eheliche Treue und passive Vaterlandsliebe auszeichnen, erstrebenswert wäre. Das Modell Luise sei veraltet und wurde durch andere Idole und Legenden ersetzt.
Wäre nicht auch heute, in einer Zeit, die nicht wie damals durch äußere Not gekennzeichnet, sondern eher durch Überfluß geprägt ist, eine sittlich-moralische Erneuerung notwendig? Zu einem Leben nach dem Guten, Schönen und Wahren, in unaufdringlich-selbstverständlichem Volksbewußtsein, verbunden mit der Achtung anderer Kulturen? Sollten wir nicht gerade heute solche Ideale unserem oft so flachem, dem Wohlstand nachjagendem Leben gegenüberstellen und dann danach fragen, was mehr Tiefe, Inhalt oder seelisches Gewicht hat?
Sollten wir nicht langsam anfangen, die Ehe, die Treue, die Ehrlichkeit, die sinnvolle Lebensgestaltung weit weg von der Freizeitindustrie, die Stille, das wirklich Schöne abseits des lärmenden Kulturbetriebes und des gerade Modischen wieder ernst zu nehmen? Wie wäre es, wenn wir Politiker hätten, die zu ihrem Eid stünden und sich ehrlich um die Belange ihres Volkes kümmerten, anstatt sich von persönlichen oder übernationalen Interessengruppen leiten zu lassen? Und wie wäre es, wenn diese Politiker selbst unbestechlich, vorbildhaft ihr Amt ausübten? So wie es Königin Luise im Rahmen ihrer Möglichkeiten tat?
Wie wäre es, wenn Mutterschaft und Kindererziehung einen der höchsten Stellenwerte erhielten? Weil die Erziehung künftiger Volks- oder Staatsmitglieder zu verantwortungsvollen und moralisch hochstehenden Menschen zu den anspruchsvollsten Aufgaben überhaupt gehört, die kein noch so gut eingerichteter Staat in der Weise erfüllen kann wie eine Mutter dies tut.
Wir brauchen Vorbilder, d. h. ins Leben umgesetzte, tatsächlich gelebte, verwirklichte Ideale. Diese gewinnen wir nur, wenn wir Lebenswege kennenlernen, die uns zeigen, daß es immer möglich ist, sich durch eigenes Wollen aus den Mißständen der augenblicklichen Zeit herauszuarbeiten und hinzufinden zu erstrebenswerten Idealen, wie dem Guten, Wahren und Schönen.
Königin Luise war ein solches Vorbild, das auch heute – etwa 250 Jahre später – an die nächsten Generationen weitergegeben werden sollte.
Zum Abschluß ein Ausspruch, der Königin Luise zugeschrieben wird und der ihre innerste Einstellung wiederspiegelt:
Deutschland!
Es ist, was ich bin und haben muß, um glücklich zu sein!
Das Schöne in den Augen der Kinder ist doch Deutschand, es ist die Treue,
die Ehrlichkeit, der Fleiß der stillen Tat, die Anständigkeit, der Ruhepunkt
im ziellosen Herumsuchen. Deutschland ist das, was mich gut macht!
Deutschland ist mir das Heiligste, das ich kenne!
Deutschland ist meine Seele! Mein Halt! Mein alles ist Deutschland!
Die alten verträumten Schlösser, die lieben windschiefen Häuser,
die hochgiebeligen Städte, unser Hausrat, die Spinnwinkel,
die moosigen, klappernden Mühlen und Sägen,
der Christbaum, der Pfefferkuchen, das Fest,
der Winter da draußen, die Schlittenschellen, die so segnend hereinklingen,
dies alles ist Deutschland! Unsere Liebe ist deutsch, unser
Zusammenhaltenmüssen, unser Aneinandergebundensein!
Wenn Deutschland stirbt, so sterbe auch ich!