Das Gekrebse des Herrn Grass

Zu seiner Novelle: »Im Krebsgang«

Von Karl Münch

Nicht im Traum wäre ich darauf gekommen, Günter Grass zu lesen: Seine »Blechtrommel« nicht, seinen »Butt« nicht und auch seine »Rättin« nicht. Alles Bücher, um die ich in meinem Leben einen weiten und, Gott sei Dank, auch erfolgreichen Bogen gemacht habe.

In der Schule haben sie uns mit Heinrich Böll gequält. »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« hieß das Glanzstück deutscher »Gegenwartsliteratur«, dessen schmächtiger Körper ohne Schwierigkeiten zwischen einem bescheidenen dtv-Taschenbuch-Deckel genügend Platz fand. Egal wie schick es damals war: mich konnte man mit dieser den Terrorismus verharmlosenden Geschichte nicht einfangen – selbst zehn Jahre nach den Baader-Meinhoff-Anschlägen nicht! Die Namen der anderen Gegenwartsliteraten, mit denen man uns »kritische« Textanalysen und anderes aus pädagogischer Sicht wertvolle Handwerkszeug vermitteln wollte, haben bei mir nicht einmal einen solchen Eindruck hinterlassen, daß ich mich ihrer Namen erinnern könnte.

Und Grass? Dieser Kelch ging gottlob an mir vorbei. Bei der »Blechtrommel« muß ich nur an die Verfilmung denken, die seinerzeit mit kurzen Ausschnitten im Fernsehen wieder und wieder angekündigt wurde: Irgendwelche bösen Nazi-Dorfsheriffs jagen einen Deserteur, KZ-Häftling o. ä. über einen Acker. Der Verfolgte findet Schutz unter dem breit ausladenden Rock einer Bäuerin, die auf dem Feld Kartoffeln sammelt. Da es der so in Obhut genommene offensichtlich nicht versteht, sich wie ein anständiger Mensch zu benehmen, wird bei diesem Versteckspiel schließlich der Titelheld gezeugt, während die tolpatschigen Dorfsheriffs natürlich nicht mitbekommen, wohin der Straftäter sich geflüchtet hat. Sollte einem diese Geschmacklosigkeit nicht schon zur Abstinenz verhelfen, dann wird dem Unsinn vollends die Krone aufgesetzt, wenn der so entstandene kleine Bastard im Kindesalter schließlich aus Ungehorsam – oh, die Literaten sprechen natürlich von Opposition – beschließt, nicht mehr zu wachsen und ganz Nazi-Deutschland immer dann mit seiner Spielzeugtrommel zu terrorisieren, wenn ihm etwas nicht paßt. Wenn doch alles im Leben so einfach wäre wie in Grass' papierener Welt!

Man mag mir vorhalten, ich hätte keine Ahnung. Stimmt, denn ich habe das Buch nicht einmal gelesen. Was ich darüber weiß, sind Versatzstücke, Happen und Häppchen, die ich hier und da aufgeschnappt habe. Und ich muß sagen – sie haben mich nicht wirklich neugierig gemacht, mein vorurteilsbeladenes Bild durch eigene Auschauung zu überprüfen. Für ein Buch ist das ein echtes Armutszeugnis, denn gute Literatur sollte eigentlich in der Lage sein, durch die Ausgestaltung ihrer Rahmenhandlung das Interesse des Lesers auf mehr zu wecken. Aber wer will schon etwas über einen kleinen Bengel wissen, den ein Sträfling unter im wahrsten Sinne ungeheuer geschmacklosen Umständen in die Welt gesetzt hat. Auch wenn man solchen Sprößlingen in der Wirklichkeit natürlich vorurteilsfrei begegnet, muß man sich nicht auch noch in der Literatur mit solchen gesellschaftlichen Betriebsunfällen beschäftigen. Diese Form der Verweigerungshaltung ist eben meine Art, die »Blechtrommel« zu schlagen.

Doch allmählich, mit dem etwas mehr an Jahren kehrt auch bei mir das gewisse Quäntchen an Gelassenheit ein und die jugendliche Kompromißlosigkeit tritt zurück. Nein, das heißt natürlich nicht, daß ich weich geworden bin und mir die altersschwache Sentimentalität gönne, mich nun schließlich doch noch mit dem Schreiber Grass auszusöhnen. Nein, mit aller Macht muß das nächst best verfügbare Exemplar eines Grass-Titels nicht ins Haus.

Aber nach all den Trommlern, Butten und Rättinnen horcht das ansonsten immunisierte Ohr doch auf, wenn es dem inzwischen angeblich zu Altersweisheit gelangten Grass plötzlich die Krebse angetan haben. Sicher läßt der Titel »Im Krebsgang« dem literarischen Banausen, der stets zielsicher sämtliche Feuilletons zur allgemeinen Entwicklung der modernen Literatur umschifft hat, genauso wenig eine Chance auf Rückschlüsse über den Inhalt, wie die übrigen seiner Überschriften. Aber zum Glück und zur Erleichterung auch für den sonstigen Totalverweigerer in Sachen Grass gibt es ja noch das große deutsche Nachrichtenmagazin namens »Der Spiegel«, das uns schon mit dem Titelblatt der Nummer 4 vom 4.2.2002 unmißverständlich klarmacht: Hier geschieht etwas ganz außergewöhnliches, ja geradezu ein Tabubruch in der politisch korrekten Nachkriegsliteratur. Grass beschäftigt sich in seiner Novelle mit der Torpedierung des deutschen Flüchtlingsschiffes »Wilhelm Gustloff«!

Allein dies ist schon ein erstes Aufmerken wert. Und trotzdem bleibt man gewarnt ob der enttäuschenden Erfahrungen, die man mit den ideologischen Schreiberlingen der Nachkriegsnomenklatura gesammelt hat. Doch, so belehrt uns der »Spiegel«, Grass tut dies durchaus nicht aus moralischer Distanz und mit dem mahnenden Zeigefinger: Seht her, soweit ist es nur gekommen, weil Nazi-Deutschland die friedliebende Sowjetunion heimgesucht und Väterchen Stalin einen Krieg aufgezwungen hat, den dieser gar nicht wollte (sehen wir einmal davon ab, daß Stalin »diesen« Krieg in der Tat nicht wollte)! Grass präsentiert sich uns aus der Perspektive eines Betroffenen. Der Leser erfährt von dem in Ich-Form erzählenden Autor, daß die hochschwangere Mutter als eine der letzten Flüchtlinge Ende Januar 1945 auf der »Gustloff« einen Platz ergatterte. Nachdem die sowjetischen Torpedos das Schiff getroffen haben, gehört die Mutter zu den wenigen, die gerettet werden. Noch in der gleichen Nacht entbindet sie auf dem deutschen Torpedoboot »Löwe«, das sie aufgenommen hat, ihren Sohn. Der Rest der Handlung ist schnell erzählt:

Um dieses historische Ereignis baut Grass seine Geschichte auf. Der Erzähler, also ein Kind des Jahrgangs 1945, gehört zu jener Nachkriegsgeneration, die für nichts und gegen alles ist. Die Mutter, nach der Flucht in Schwerin gelandet, schickt den Sohn in den Westen. Dort volontiert er bei Springer als Journalist, schreibt später für die linke »taz«, wie der Leser erfährt. Gegenwärtig ist er als freischaffender Gelegenheitsredakteur tätig. Außerdem ist er geschieden und Vater eines 17jährigen Sohnes.

Die Mutter des Erzählers – noch während der Gustloff-Katastrophe ergraut – setzt große Hoffnungen in ihren Sohn: er möge einmal das Leid, ihre Erlebnisse und Qualen dieser Nacht in Worte fassen und für die Nachwelt festhalten. Aber der Erzähler hat sich dieser Aufgabe Zeit seines Lebens widersetzt. Doch nun soll er eine Auftragsarbeit zu diesem Thema erstellen. Bei seinen Recherchen zur Gustloff-Versenkung stößt er auf die Internet-Seite »www.blutzeuge.de«. Hier wird die Katastrophe über einen langen Zeitraum minutiös aufgearbeitet: angefangen beim Attentat auf den Namensgeber des Schiffes, den Schweizer Nationalsozialisten Wilhelm Gustloff und seinen Mörder David Frankfurter, über Bau, Taufe und die KdF-Reisen des Schiffes bis hin zu jenen schicksalsschweren Stunden im Gdingener Hafen und auf Rettungsfahrt vor der Pommerschen Küste in der Nacht des 30. Januar 1945.

Konrad, der Sohn des Erzählers und Enkel der Mutter, begegnet uns dabei als waschechter Neonazi, der das »Weltjudentum« beschimpft, für die Ehre seines Volkes eintritt und sich mit einem Juden namens »David« im Chatroom ideologische Wortgefechte liefert. Es sind schlimme Dinge, die unser Jung-Nazi da von sich gibt. Kostproben gefällig? Bitte:

Zu den verwundeten Wehrmachtssoldaten, die auf der Gustloff eingeschifft wurden: »Unter ihnen waren Kämpfer von der Kurlandfront, die noch immer dem Anprall der roten Flut standhielt …«. Und später im Chatroom belehrt er seinen Widerpart »David«: »Als Jude wird es dir ewig unbegreiflich bleiben, wie sehr mich die Schändung deutscher Mädchen und Frauen durch Kalmücken, Tataren und sonstige Mongolen immer noch schmerzt. Aber was wißt ihr Juden schon von der Reinheit des Blutes!« Für Herrn Grass als Ich-Erzähler belehrt dieser Konrad »wie ein Rassist aus dem Bilderbuch«. Nun ja, wüßte Herr Grass, worüber er geschrieben hat, wäre ihm klar, wie lächerlich unglaubwürdig seine erdichteten Worte sind. Nicht nur daß die Empörung über die sowjetischen Kriegsverbrechen einem moralisch empfindenden Menschen auch dann zu eigen ist, wenn er nicht dem rechtsradikalen Lager zuzurechnen ist. Außerdem käme ein echter Rassist niemals auf den geradezu widersinnigen Gedanken, dem jüdische Volk Unkenntnis in Sachen »Rassereinheit« zu unterstellen. Kein Volk hat in der Geschichte so lange und so konsequent das gelebt, was von Grass als »Reinheit des Blutes« bezeichnet wird, wie das jüdische! »Rassisten« wissen das normalerweise. Doch nach solchen Vorbildern scheint Grass vergeblich gesucht zu haben. Sonst wäre nicht seine Kopfgeburt »Konrad« dabei herausgekommen.

Es gibt eine Reihe ähnlicher Stellen, in denen dem Autor mit einem Male schlicht die Phantasie durchgegangen zu sein scheint und wo er an anderer Stelle normales sittliches Empfinden in die Ecke rechtsradikaler Haltungen drückt.

Kommt einem das alles doch ziemlich klischeehaft vor, so wird es allerdings spannend, wenn der Autor seiner Figur sogar bescheinigt, nicht zu den üblichen »Glatzen« zu passen. »Haß auf Türken, die Freizeitbeschäftigung Negerklatschen und die pauschale Beschimpfung von Kanaken waren ihm nicht abzufordern.« Die geschiedene Frau des Erzählers und gleichzeitige Mutter von Konrad bleibt im Hintergrund, nimmt das ganze mit der echt liberalen Haltung einer Alt-68erin auf sich: »Als Pädagogin, die für freie Willensbildung und offene Diskussion eintrete, sei sie zwar enttäuscht, müsse aber als Mutter die Entscheidung ihres Sohnes tolerieren.«

Und so nimmt die Geschichte denn ihren Lauf bis der Jungspunt Konrad schließlich eine wirkliche Begegnung außerhalb des Chatrooms mit seinem Widersacher David vereinbart. Beide treffen sich in Schwerin, besuchen verschiedene Plätze des Geschehens, die mit dem in dieser Stadt geborenen »Blutzeugen« Gustloff zu tun haben. Es wird gefrotzelt und sich geneckt. Und natürlich kommt es so, wie es in einer politisch korrekten Novelle des 21. Jahrhunderts kommen muß: Klein-Konrad fühlt sich von seinem Chatpartner provoziert, als dieser an der Stelle des einstigen Schweriner Ehrenhains dreimal (!) auf die Reste des Fundamentes für den Gedenksteins des »Blutzeugen« Gustloff spuckt. Konrad, ein echter Neonazi hat natürlich seine Waffe dabei und streckt daraufhin seinen jüdischen Widersacher mit vier Schüssen nieder, weil dieser den Ort durch seine unschöne Handlung »entweiht« habe. »Später legte mein Sohn«, so der Erzähler, »Wert darauf, genauso oft getroffen zu haben wie einst in Davos der Jude Frankfurter …«. Und der Polizei stellt sich der jugendliche Täter mit den gleichen sinngemäßen Worten, die ihm sein historischer Konterpart in der Schweiz vorgegeben hat: »Ich habe geschossen, weil ich Deutscher bin«. Eigentlich überflüssig zu erwähnen, daß Konrad später im Gefängnis bereut und der braunen Sache abschwört, also schlußendlich, dem bundesrepublikanischen Geschmack folgend, doch noch ein anständiger Mensch wird.

Wozu das alles, fragt sich der betroffene Leser und legt die Stirn in Falten. War das die 216 Seiten Lektüre wert? Sieht man einmal von der durchaus handwerklich ordentlichen Erzählsprache und der Fertigkeit des Autors ab, einen Erzählstrang zu entwickeln, sicher nicht. Zu unglaubwürdig die Figuren, zu unkundig die Imitation rechter Gesinnung. Oder steckt am Ende hinter der Fassade der Stümperei etwa System?

Autobiographische Stellen verraten vielleicht etwas vom Psychogramm des Autors und seines Buches. An einer Stelle heißt es über die immer wiederkehrenden Bitten der Mutter, der am Tag des Untergangs der »Gustloff« geborene Sohn möge der Nachwelt doch die Geschichte der Katastrophe erzählen:

»Aber ich wollte nicht. Mochte doch keiner was davon hören, hier im Westen nicht und im Osten schon gar nicht. Die Gustloff und ihre verfluchte Geschichte waren jahrzehntelang tabu, gesamtdeutsch sozusagen.«

Ganz zu Beginn des Buches heißt es daher im ersten Satz: »,Warum erst jetzt?', sagte jemand, der nicht ich bin.« Und knapp 100 Seiten später schaltet sich der »Alte«, in dem wir wohl Grass selbst vermuten dürfen, erneut in den Erzählfluß ein:

»Das nagt an dem Alten. Eigentlich, sagt er, wäre es Aufgabe seiner Generation gewesen, dem Elend der ostpreußischen Flüchtlinge Ausdruck zu geben: den winterlichen Trecks gen Westen, dem Tod in Schneewehen, dem Verrecken am Straßenrand und in Eislöchern, … Niemals, sagt er, hätte man über soviel Leid, nur weil die eigene Schuld übermächtig und bekennende Reue in all den Jahren vordringlich gewesen sei, schweigen, das gemiedene Thema den Rechtsgestrickten überlassen dürfen. Dieses Versäumnis ist bodenlos …«

Denn, so die hartherzige Äußerung an einer anderen Stelle:

»Die Natur oder genauer gesagt die Ostsee hat zu all dem, was hier zu berichten sein wird, schon vor länger als einem halben Jahrhundert ihr Ja und Amen gesagt.«

Da haben wir's also! Das Motiv ist nicht Mitfühlen oder die Anerkenntnis der Berechtigung, daß erfahrenes Leid auch der ostpreußischen Flüchtlinge aufgearbeitet werden darf. Nein, Grass treibt allein das schlechte Gewissen. Und das nicht etwa darüber, das namenlose Leid der Flüchtlingsgeneration verachtet, als nicht bewahrungswürdig abgetan zu haben. Nein, allein der Umstand, daß zu diesem Thema nicht die marxistisch geschulten Ex-Revolutionäre von 1968 die Lufthoheit über die öffentliche Diskussion haben, treibt ihn um. Wie konnte er, der große Günter Grass nur das Feld dem Feind von »Rechts« überlassen? Eine wahre Schande. Und zum Beweis dieser Schändlichkeit muß dann natürlich jede sittliche Regung, jedes Mitgefühl über den literarischen Kunstgriff des abgedrifteten Sohnes, der sich der Sache schließlich in Ermangelung der Courage des eigenen Vaters annimmt, als rechtsradikal diskreditiert werden. Denn Gutmenschen sind gefühllose Chronisten, wie uns Grass belehrt: »Er sagt, mein Bericht habe das Zeug zur Novelle. Eine literarische Einschätzung, die mich nicht kümmern kann. Ich berichte nur …« Und so ist Grass' »Krebsgang« auch nicht etwa sein literarisches Denkmal der Flüchtlingsgeneration, zu dem die Presse seine Novelle gerne stilisieren möchte. Nein, es ist nach den Jahrzehnten des Leugnens, des Totschweigens die literarische Kriegserklärung der sich im Ableben befindenden Flüchtlingsgeneration. Nein, im Gegenteil: Grass haßt weiter und macht jene, die erduldet und erlitten haben für das verantwortlich, was normale Menschen als ... Haltung bezeichnen. Sie, die Opfer, werden nicht nur zu Verantwortlichen und Tätern der Jahre 1933–45 gemacht, nein, auch für die neuen kleinen Nazis müssen sie herhalten. Denn die Großmutter hat »ihn mit Flüchtlingsgeschichten, Greuelgeschichten, Vergewaltigungsgeschichten vollgepumpt, die sie zwar nicht leibhaftig erlebt hatte, die aber … überall erzählt und verbreitet wurden, auf daß Schrecken um sich griff.« Eine wahre Heldentat, erst jetzt über jene den Mistkübel auszuschütten, die zu alt sind, um sich noch einmal kraftvoll wehren zu können!

Das ist sie also, die Betroffenheitsliteratur des Herrn Günter Grass. Nein, ich bin nicht böse, ihn nun doch gelesen zu haben. Denn ich habe – im Gegensatz zu ihm – meinen Frieden mit seiner Generation gemacht: Es wird mir auch weiterhin nichts fehlen, wenn ich seine Werke aus meinem Lesestoff verbanne. Und der Erzähler? Er surft nach all dem Geschehenen noch einmal im Internet und entdeckt – oh Wunder – eine Homepage mit dem Namen des jugendlichen Mörders »www.kameradschaft-konrad-pokriefke.de«. Dort wird die vorbildliche Haltung und das Gedankengut des Namensgebers gelobt. »Wir glauben an Dich, wir warten auf Dich, wir folgen Dir …«. Der Erzähler stellt resignierend am Ende der letzten Seite seines Buches fest: »Das hört nicht auf. Nie hört das auf.«

Ja, Herr Grass, solange Sie solche Bücher schreiben, kann es auch nicht aufhören!