Auch heute gibt's »Sünden der Väter«
Von Arnold Cronberg
| »Der Islam ist diejenige Weltreligion, die im stärksten Zunehmen in Afrika, Asien und Indonesien begriffen ist So sehen wir gegenwärtig den Islam in einer stillen, aber gewaltigen und von Europa nur wenig beachteten Ausbreitung begriffen.« (Schleswig-Holsteinische Volkszeitung vom 1. 2. 1949) |
Einen politischen Mißbrauch der Religionen gibt es nicht! Denn sie selbst sind der Mißbrauch, der Mißbrauch des menschlichen Sehnens nach Gott, dem Wesen aller Schöpfung.
Es gehört heute zur Sprachregelung der Religionen ihre »dunklen Seiten« zu entschuldigen, als vorgeblichen Mißbrauch ihrer Heilslehren. Nur Einzelne, gleich ob Gläubige, Könige, Kaiser, Politiker, Staaten, Völker, Demagogen oder andere »Sündenböcke« hätten den zu verantworten, keineswegs sie selbst. In der Jetztzeit bezeichnen sie ihre »Sünden«, seien es Kreuzzüge, Religionskriege, Hexenverbrennungen, Frauen- und Judenhaß, Ketzerverfolgung, Förderung der Diktaturen oder Verteufelung der Wissenschaften als »Instrumentalisierung« des Glaubens. Gewalt und Krieg gehörten keineswegs zu diesem, nicht zu ihrem Gott. Basta! Selbstredend »sündigt« man jetzt nicht mehr.
Ehedem jedoch verdammten und verfolgten die Kirchen jeden Andersgläubigen. Heute dagegen leihen sie ihr »Feigenblatt« sogar dem Islam, der ihnen keineswegs wohlgesonnenen war und ist. Eine Frage der Macht wie einst? In der Bundesrepublik Deutschland jedenfalls wurde Allah zur dritttmächtigsten »Gottheit«. »Verbrennen« geht aber nicht mehr, bleibt also nur die »Umarmung«. Den islamistischen Terrorismus übten ja bloß Minderheiten! Immerhin bilden sie schätzungsweise 40 000 »Gottesstreiter«. Ansonsten sei die Masse der Muslime friedlich und sanftmütig, eben wie man selbst. Verdrängt wird hier jedoch die Beobachtung, daß »der Terrorismus für die Araber eine Form der Kampfführung in einer Situation ist, in der es keine andere Möglichkeit mehr gibt, ihre eigenen Interessen wirksam durchzusetzen, nicht einmal in Form von Minimallösungen«. Das befand zumindest das »Deutsche Orientinstitut Hamburg« gemäß »Die Zeit« schon in Folge 18/1986. Und, noch bedeutsamer, die Muslime halten das als Wahrheit. Schon damals schrien in Mekka Tausende von aufgehetzten Gläubigen »Tod den USA«, »Tod der UdSSR«, »Tod Israels«.
Was heißt vor allem Minderheiten? 70 000 künftige Terroristen aus 50 verschiedenen Ländern sollen in den Lagern des Usama Bin Ladin zu Terroristen und »Gottestreitern« ausgebildet worden sein. Eine Minderheit abgerichteter Männer genügte, das World Trade Zentrum zu zerstören. Der Verfassungsschutz in Berlin rechnet derzeit mit über 30 000 Terroristen in der BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND. Er warnt vor »einer neuen Qualität« islamischer Fanatiker mit »antiwestlichem Feindbild«, selbst gegen das freundliche »Gastland Deutschland«. Der Bundesnachrichtendienst spricht von »wachsendem Risiko« für unser Land, Schauplatz der »neuen Art« des Krieges zu werden. Das deutsche Bundeskriminalamt setzte allein 600 Ermittler ein, um die 17 000 Spuren zur Terrorzelle des islamistischen Mohammed Attas verfolgen zu können. Der war es, der am 11. 9. 2001 das Flugzeug in den Nordturm des WTCs steuerte.
Diese »dritte islamische Revolution« verkörpert für Denkende längst einen inmitten der blauäugigen Christenheit wirkenden und nicht ungefährlichen »Machtfaktor«, der von »Überlegenheitsbewußtsein und Militanz geprägt« ist, (H. Busse, Mensch und Maß 1995, S. 806), religiös-sittlich und auch geschichtlich.
Als Verdrängungskünstler erwiesen sich die »Hirten der Moral« schon immer. Noch nie wurden ihnen nämlich angesichts des natur- und geisteswissenschaftlichen Fortschritts ihre religiösen »Sünden« bewußt, beispielsweise, daß die Schriften Buddhas, Jahwehs, Mohammeds selbst für das seelische Menschen- und Völkerleben eine ernste Gefahr bedeuten könnten. Nie wurde ihnen auch klar, wie sehr ihre Indoktrinationen an innerseelischen Kräften von klein an ersticken könnten. Noch nie erschien deshalb eine seelenkundliche Untersuchung1) über die lebenssinngefährdenden Auswirkungen ihrer Lehren auf die den Menschen erst zum Menschen machenden Werte des Unterbewußtseins und die Gottkräfte des Ichs. Und das, obwohl Mathilde Ludendorffs Werk »Des Menschen Seele« seit 1923 vorliegt. Seelenstumpf erlebten Priester wie Gläubige nicht die neue transzendente Erkenntnis.
Selbst die Geschichte mit ihrem ununterbrochenen gottfeindlichen Trachten, Handeln und Unterlassen schenkte ihnen keine Selbsteinsicht. Wird denn den doch ebenso gefährdeten »Hirten« nicht bewußt, wie leicht es ist, die Massen durch frömmelnde Aufwiegler2), selbsternannte Kalifen, Imame oder religiös Besessene aufzuhetzen? Wähnt man tatsächlich, daß die algerischen Halsabschneider in ihrem Dschihad ihre Dolche oder Kalaschnikows brav daheim lassen? Oder, daß sich der blaue Blutrausch der Franzosen seit 1792 oder die Massenmorde der roten Revolution von 1917 in Rußland nicht wiederholen könnten? Wohl erkannte der religiöse Einweltler Hans Küng, »ohne Frieden der Weltreligionen, kein Friede unter den Nationen«. Blind aber blieb er für die Tatsache, daß das Völkermorden, zumindest der Neuzeit, unmittel- wie mittelbar religiös verursacht war.
Religiöse Feinde in den eigenen ahnungslosen Ländern gibt es seit Jahrhunderten. Geschichtskenner wissen von ihren Zielen, ihrem hörigen Wirken, ihren Kämpfen, ihren Bündnissen: 1929 die zwischen Weltfreimaurerei und Weltkatholizismus gegen den Hitlerismus und 1951 die »katholisch-islamische Aktionsgemeinschaft gegen den Materialismus/Kommunismus«. Tisseran, der Sekretär der Ostkirchenkongregation und Azzam Pascha von der »Arabischen Liga« und der »Religion des falschen Propheten Mohammed« »umarmten« sich. Zum ersten Male in der vierzehnhundertjährigen Geschichte des Islams entsandten drei muslimische Länder – Ägypten, Libanon und Indonesien – ständige diplomatische Missionen nach Rom. (Christ und Welt, 15. 2. 1951) Immer noch bilden Rom und Mekka gegen den Tempel Salomo eine Einheitsfront. 1974 erklärte die Weltorganisation »Motamar Al Munazzamat Al Islam« die Unvereinbarkeit des Islam mit der »blauen Kirche«, Rotary und Lions. Zwar gilt für alle, den globalistischen Tempelbau zu vollenden, doch – auch zu beherrschen. »Gott will es!« Und so werden mehr denn je Freiheit, Selbständigkeit und Mannigfaltigkeit (»Pluralismus«) der schöpfungsgewollten Völker des Erdballs bedroht.
»Noch niemals hat das Weltanschauliche in der Welt eine solche Rolle gespielt wie heute« schrieb ein römisches Kirchenblatt schon 1937. Wenig später gingen die Völker erneut zum Schafott
Seit bald einem Jahrhundert schreitet der imperialistische Islam von Sieg zu Sieg, oft unter Beihilfe der Christen Europas und der USA und vor allem durch die Verwüstung des Volkstum der Staaten. Wiederum war es Erich Ludendorff, die Stimme auch der Völker Europas, der die Welt 1930 in »Weltkrieg droht auf Deutschem Boden« auch vor dem Islam warnte. Allah hatte begonnen seine »Gläubigen«, die Ummah, von Indien bis an die Westküste Nordafrikas zu aktivieren. Selbst in Europa faßte er weiter Fuß. So versammelten sich schon 1935 die Vertreter der europäischen Muslime in Genf, um dort einen ständigen Islam-Stützpunkt zu errichten. Die Frankfurter Zeitung berichtete am 2. 1. 1936:
»Islamische Vereinigungen sind über die ganze Welt verstreut. Es gibt in England die Western Islamic Association'«, (heute ein »Islamisches Parlament« eine »Islamische Partei«) »den Afrika-Verein' in Hamburg und einen Islamischen Kulturbund' mit Sitz in Wien. Außerdem erscheinen islamische Zeitschriften in europäischen Sprachen«. Der »Zentralrat der Muslime«, Sprecher von 70% der in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Muslime mit 15 Dachorganisationen und 1200 Gemeinde, islamisiert längst unser Land. 1995 schuf Allah die »Union pour la libération de l'Islam«.
Alle diese Vereinigungen verfolgen im großen und ganzen dieselben Ziele. Sie wollen die religiöse wie politische Selbstbesinnung der Muslime auf ihre eigenen Kräfte und Gesetze fördern und die Kultur des Okzidents bekämpfen. In ihren Heimatländern, in Ägypten, Algerien, Indien, Indonesien oder der Türkei hoffen fanatisierte »Gläubige«, »Allah-Staaten« errichten zu können. »Der Mohammedanismus«, so Ludendorff in den 30er Jahren, »regt sich überall stark. In Indien will er die Erbschaft Mahatma Gandhis antreten und Schluß mit der passiven' Opposition machen, in Westasien führte er die Staaten zusammen.«
Seit die Türkische Republik 1924 unter dem Freimaurer Kemal Atatürk das Kalifat des Sultans in Konstantinopel stürzte und alle Koranschulen (Medressen) schloß, besitzt der Islam in der Universität von Kairo Al Azhar eine oberste Behörde. Weitere religiöse Mittelpunkte bildet die Ahmadijja-Sekte mit über 10 Millionen Bekennern und eigenen Moscheen in Frankfurt, Hamburg, Köln, München, London und den USA Ihr Oberhaupt will Deutschland zur islamischen Hochburg im Westen machen. (Mensch und Maß 1994, S. 505f.) Es folgen die schiitischen Hodschas (Ismailiten) im ostafrikanischen Mombasa unter Aga Kahn. Ihr Führer ist ein steinreicher indischer Fürst. Er verhinderte während des 1. Weltkrieges den Anschluß des Subkontinents an den von der Türkei erklärten Heiligen Krieg gegen die Briten. 1937 wurde er Völkerbundpräsident. Die von Ludendorff benutzte »Türkische Post/Istanbul« meldete am 26. 2. 1937:
»In der Nähe der Universität Kairo liegt das Buchhändlerviertel. Von dort aus werden die islamitischen Missionsstationen fortlaufend mit Werbematerial versehen. Die Ahmadya-Führer in Lahore (Indien) verfolgen dasselbe Ziel mit nicht geringerem Eifer und Erfolg. Ihre Missionen lehren, daß der Islam nicht nur auf den Offenbarungen Mohammeds fuße, sondern als jüngste Weltreligion den Wahrheitsgehalt aller vorangegangenen Offenbarungen und Prophezeiungen in sich schließe. Er sei in Wahrheit die Religion der Menschheit.« (»Okkultwahn züngelt von Asien nach dem Westen« im »Quell« und dann in »Europa den Asiatenpriestern?«, 2. Aufl. 1941)
Der Islam verfügt mit seinen drei Großsekten – die Mehrheit der orthodoxen Sunniten, die 200 Millionen z. T. aggressiven Schiiten (besonders im Iran) und die Ismailiten (zahlenmäßig nicht stark, dafür aber finanziell mächtig und anfangs als Selbstmord-Assassinen terroristisch bekannt) – üben einen weltweiten Einfluß aus. Die 1928 in Ismailija gegründete »islamische Internationale« der Muslimbruderschaft mit einer Million Anhängern (1948) und gradähnlichem Aufbau war nach 1945 die führende panislamische und panarabische Bewegung in Ägypten. Man nannte diese »Glaubenskämpfer« Mudschahedin und »Jesuiten des Islam« In Ghom (Kom), dem späteren Amtssitz Khomeinis, entstand der iranische Zweig der Feda'iyane Islam mit Kamikazekämpfern. Ihr Ziel hieß ebenfalls Wiederaufrichtung des einzig wahren Islam und Umwandlung der arabischen Länder in »Gottesstaaten«. Wegen ihrer Verschwörungen und Mordanschläge (Sturz Faruks, Ermordung Sadats z. B.) wurden diese »Partisanen und Parlamentarier Allahs« fast überall verboten. Heute arbeiten sie wohl nur im Geheimen.
Indonesien ist der größte Moslemstaat. Er zählt bei 1955 Millionen Bewohnern etwa 87% Muslime. Schon 1979 sprach »Mensch und Maß« von einer bespiellosen Re-Islamisierung, vor allem durch den Dakhwah-Orden, der von Libyen, den Saudis, Indien, Pakistan und Bangladesh unterstützt wird. Auch hier verkündete man den antiwestlichen »Kreuzzug für Allah«. »Der Islam ist zum Symbol des Kampfes gegen Europa und die USA geworden.«
Der Islam verfügt seit langem über ungeheuere Reichtümer. Arabiens Petrodollar fördern weltweit den Bau von Moscheen. Die religiöse Stiftung »Bonjad Astan-i Kods-i Rasawi« in Maschad, im Nordosten des Iran, sei »reicher als der Vatikan«. Der Jahresumsatz wird auf 30 Milliarden Euro geschätzt. Ihr Geld »arbeitet« in arabischen und europäische Investmentfonds. Das Heiligtum zählt Dutzende von Moscheen, darunter die prachtvolle Goharschad-Moschee. Die Stiftungen sind seit dem Sturz des Schahs das wirtschaftliche Rückgrat dieses islamischen Gottesstaates. Ajatollah Tabassi, der Vertreter des Imam Reza auf Erden, des achten Imam der Schiiten, gründete in Maschad mehrere religiöse Seminare. Der dort eingetrichterte Islam »ist so rigoros, so traditionell, daß die Mullahs der Hochschule von Ghom, einer anderen heiligen Stadt wie Chorknaben erscheinen.
Grundlagen der Ökonomie von Astan-i Kods ist die religiöse Inbrunst der Anhänger Rezas. Pilger spenden hohe Summen. Zum anderen vererbt ein guter Schiit seiner Stiftung, so will es der Brauch, einen Teil seines Vermögens, sogar sein Land oder seine Fabrik. Meist mit der Auflage, etwa jener das Heiligtum zu vergrößern.« (Die Woche, 21. 12. 2001)
Deutschland ist heute von einem islamischen Netzwerk von Vereinen und Firmen mit einem riesengroßen Immobilienbesitz der Fundamentalisten überzogen. »Die Vereinigung für neue Weltsicht«, eine der größten islamistischen Gründungen, unterstütze mit verdeckten Finanztransfers die extremistische REFAH-Partei im Heimatland (Mensch und Maß 1995, S. 35).
Folgt man dem Berliner Verfassungsschutzbericht 2000, dann lebten Ende 1999 rund 7,3 Millionen Ausländer in unserer Heimat. Die meisten sollen jedoch die Rechtsordnung befolgen und »ihren Beitrag zur Integration leisten. Lediglich eine Minderheit (weniger als 1%) hat sich den extremistischen Ausländerorganisationen angeschlossen.« Die Zahl der den 66 extremistischen Gruppen zugehörigen Mitglieder betrug 58 800 Personen. Die meisten von ihnen, nämlich 31 450, sind Islamisten. An Gewalttaten mit erwiesenem oder zu vermutendem ausländer-extremistischen Hintergrund zählte das Bundeskriminalamt 1999 391 und 2000 116 Fälle. Die Höhe der sonstigen Straftaten betrug 2536 bzw. 791. Aufschlußreicher als diese Zahlen ist jedoch ihre Einstellung, die weit über die extremistischen Gruppen hinausgehen dürften. Metin Kaplan, der Leiter des nun verbotenen Kölner »Kalifatstaates«, verkündete laut Verfassungsschutzbericht beispielsweise:
»Der Islam ist sowohl eine Religion als auch ein Staat, sowohl Gottesverehrung als auch Politik! Der Islam erkennt das laizistische Regime nicht an! Der Islam ist niemals mit der Demokratie vereinbar! Kurzum läuft das demokratische Regime im Kern, im Grunde und Endergebnis dem Islam zuwider.« (Ummet-i Muzhammed, Nr. 314 vom 17. 2. 2000)
Im seinem Verbandsblatt »Ümmet-i Muhammed« hieß es unmißverständlich:
»Die Menschheit hat noch nie so eine dunkle Phase wie unter der Demokratie erlebt Damit der Mensch sich von der Demokratie befreien kann, muß er zuerst begreifen, daß die Demokratie dem Menschen nichts Gutes geben kann Es lebe die Hölle für die Ungläubigen! Und nieder mit allen Demokratien und allen Demokraten.«
Die »Islamische Gemeinschaft Milli Görus e.V.« (IGMG) in Köln besitzt etwa 27 000 Anhänger. An der Generalversammlung 1999 nahmen dagegen 40 000 Muslime teil, ein Jahr später waren es 30 000. Der »IGMG-Menschenrechtsbeauftragter« macht in seiner Schrift »den Westen« grundsätzlich für die Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien und anderswo mitverantwortlich:
»Denjenigen, die kulturelle Assimilation unter dem Decknamen Integration betreiben und einen Kampf der Zivilisationen herbeireden, muß auf der Grundlage der Menschenrechte entgegengetreten werden. Wer zur ethnischen Diskriminierung und zum Rassismus aufstachelt und die unzähligen Opfer in Bosnien und Ruanda verantworten muß und dem Völkermord in Tschetschenien zuschaut, wird mit dem nachhaltenden Widerstand der Menschenrechtler rechnen.« (Verfassungsschutzbericht)
Der Mufti von Jerusalem, Scheich Ikrima Sabri, äußerte sich der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Al Arabi gegenüber angeblich wie folgt:
»Unser Feldzug ist eindeutig religiöser Natur und kommt aus dem Islam-Glauben, obwohl wir in der Öffentlichkeit nicht so deutlich darüber sprechen. Jeder unserer Palästinenser befindet sich eigentlich in einem Zustand des Dschihad', in unserem Gebiet Palästina geht der Dschihad weiter
Zweifellos ist ein kindlicher Märtyrer ein Hinweis darauf, daß die neue Generation unsere Mission weiterführen wird. Je jünger der Märtyrer ist, desto größer ist mein Respekt vor ihm. Bei jedem Märtyrer finden wir einen Zettel mit seinem Namen. Das bedeutet, daß er sich selbst für den Märtyrertod ausersehen hat, bevor er zum Märtyrer wird
Ich sprach mit einem jungen Mann, der mir sagte: Ich möchte die schwarzäugigen Frauen des Paradieses heiraten'. Am nächsten Tag wurde er zum Märtyrer. Ich bin sicher, daß seine Mutter vor Freude über seine himmlische Hochzeit erfüllt war
Die Mütter opfern ihre Kinder freiwillig für den Kampf um die Freiheit. Darin zeigt sich deutlich die Macht des Islam-Glaubens.« (Christliche Mitte 1/2002)
Sollten islamistische Vereinigungen nach der Änderung des Vereinsrechtes verboten werden, dann drohe, so kein Geringerer als der Vorsitzende des »Zentralrates der Muslime«, Nadeem Elyas, »eine nicht kontrollierbare Reaktion der islamischen Basis. Konflikte mit der Polizei sind vorprogrammiert« falls die Moscheen von Milli Görüs und den (inzwischen verbotenen) Kaplancis beispielsweise geschlossen würden.
Sollten die »Gläubigen« tatsächlich gegen »die unreinen Götzendiener kämpfen« dann könnte das Jahr 2002 für den verblendeten »Michel« zu einem zweiten 1618 werden. Sie kämpften dann als Gläubige »für die Religion Allahs«, wie es eben der Koran in zahllosen Suren gebietet oder aufzeigt und wozu jeder Dritte der befragten jungen Türken laut »Institut für Konflikt- und Gewaltforschung« in Bielefeld 1997 bereit sein soll. Glaubenskriege dienten bisher allen prophetischen und Universalreligionen zur Ausbreitung und Festigung ihrer Lehren. (Wörterbuch der Religionen). Verantwortlich für dieses neue Morden zwischen West und Ost wäre dann aber wieder einmal niemand, keine Kirche, keine Ideologie, keine Politiker. »Die Götter wollten es!« Sie prägten Glauben, Trachten und Hoffen der Menschen, der Opfer!
»Ob wir es glauben oder nicht, sie tun es doch!« Diese Feststellung gilt auch hier. Die Menschen, ihre Völker, die Religionen, ihre Werte sind nun einmal nicht gleich. Und je mehr die einzelnen entwurzelt werden, entwurzelt ihren eingeborenen unterbewußten sittlich-moralischen Wertungen, desto mehr verkommen zu viele haltlos in der Fremde. Ihnen die eigene Heimat nehmen, die eigene Kultur und Gesittung gefährden und sie ihrer Geschichte entreißen, das ist Menschen- und Völkerverachtung im schlimmsten Sinn des Wortes. Das bedeutet aber ebenso, vom Wesen des Menschen und der Schöpfung nichts zu wissen.
Die Rettung der »Menschheit« ist nicht der Welteinheitsstaat und der Welteinheitsglaube und am allerwenigsten ein hundertjähriger Hochtechnikkrieg. Einzige Rettung der zu Millionen von daheim auf dem Erdball zerstreuten Menschen ist ihre Heimkehr ins Land ihrer Mütter und Väter. So sollte die vornehmste, gütigste und dringlichste Aufgabe und Politik der »Vereinten Nationen« lauten!
Hier könnten sogar die Religionen ihre vielgepriesene Menschenliebe zur Tat werden lassen und für die »Sünden der Väter« büßen!