»Autopoiese« – eine Alternative zur statischen, reduktionistischen, genozentrischen Sicht lebender Systeme

Der Darwinismus und seine Ismen – Fortsetzung und Schluß

Von Dorothee Warnecke

Im folgenden soll nun von der »Autopoiese« – der zentralen Eigenschaft sich selbst zu organisieren, zu erhalten, zu bewahren – die Rede sein.

Wie ein lebendiger Organismus reagiert und sich zu bewahren trachtet, soll an wenigen Beispielen bewußt gemacht werden, die ahnen lassen, wie wunderbar und vielfältig und keineswegs statisch zelluläres Können ist.

Mathilde Ludendorff schreibt in Ihrem Werk: »Wunder der Biologie im Lichte der Gotterkenntnis meiner Werke«: »Wir lernten in dem Gen den großartigen Erfüller des göttlichen Willens zum Verweilen kennen. Dieses kunstvoll zusammengesetzte kleinste Kraftwölkchen hält über die Jahrtausende hin Eigenschaften des höheren Einzelwesens als Erbgut wiederholungsbereit fest. Zudem hält es auch die weise Antwort auf Umwelteindruck und Umweltgefahr und alle Fürsorge für die Nachkommenschaft in Tatenketten wiederholungsbereit, die wir als ‚Erbinstinkte´ bei höheren Lebewesen kennen (…). Endlich sahen wir dieses kunstvolle Kraftwölkchen seine Wirkungen, die den Bauplan des Lebewesens in seiner Wiederholung sichern, mit Hilfe seiner Befehlsboten (…) an die Umgebung, ja an ferne Zellen auswirken.«

Wie so ganz anders klingen da die Ansichten der Ultra-Darwinisten, die das Gen als eine festumrissene, undurchdringliche, isolierte, nur sich selbst kopieren wollende Einheit sehen. Die Ultra-Darwinisten meinen, Prädestination (Vorherbestimmtheit) und Konkurrenzkampf auf der Ebene der Gene bringe »Gleichgewicht« und sorge für eine relative Ordnung der Lebewelt, die weiter nichts sei als der erweiterte Phänotyp dieser »egoistischen« Gene.

Zellen gestalten ihren Lebensweg selbst

In einer konzentrierten Harnlösung isolierte Friedrich Miescher DNA. Solch eine Prozedur würden nur wenige Proteine überstehen. DNA-Moleküle aber können lange Zeiträume standhalten, wenn auch nicht unbegrenzt, wie der Versuch des Herauslösens aus fossilem Material oder aus in Bernstein eingebetteten Insekten zeigt.

»Was DNA zum Leben erweckt, ihr Bedeutung verleiht, ist die zelluläre Umgebung, in die sie eingebettet ist.« Die Aussage, »denen zufolge es sich bei der DNA und RNA um sich selbst« herstellende »Moleküle oder Replikatoren handelt, so als könnten sie ihre Replikation wirklich ganz allein bewerkstelligen, …« (6) führte in die Irre. Die Replikation ist kein unabdingbarer chemischer Mechanismus.

In einem Reagenzröhrchen werden DNA und RNA niemals Kopien von sich selbst anfertigen. Es reicht nicht Vorläufermoleküle, also die As, Cs, Gs und Ts hinzuzufügen (die ja auch langwierige Synthesen aus wieder einfachen Substanzen voraussetzen). Es werden bestimmte Enzyme, die die DNA-Stränge entspiralisieren und die Nukleotide am rechten Ort einfügen und den »Reißverschluß« wieder schließen benötigt, ebenso Energie. Dies alles setzt eine komplexe biochemische Umgebung voraus, die die Zelle bietet und ohne diese Voraussetzungen können »Gene« im DNA-Sinne des Wortes nicht funktionieren.

Dies soll am Verhalten der Viren klarer werden:

Viren »bestehen nahezu ausschließlich aus von einer Proteinhülle umgebener DNA (oder in manchen Fällen auch aus RNA) und können als elegante kristalline Körperchen gelagert werden. Zum Leben erweckt wird ein Virus durch die Eigenschaften einiger seiner Proteine, die es in die Lage versetzen, die Membran der Wirtszelle zu durchdringen und seine DNA in der Zelle freizusetzen. Dort wird diese sich alsbald den zellulären Replikationsapparat des unglücklichen Wirts unterwerfen, worauf dieser nunmehr gezwungen ist, virale DNA zu kopieren und zu translatieren, als wäre es seine eigene, und sich mit neu entstandenen Viruspartikeln zu füllen, bis er schließlich platzt. Solchermaßen in die Umgebung freigesetzt, kann jedes der neu gebildeten Viruspartikel, sobald es eine neue Wirtszelle befallen hat, den Zyklus wiederaufnehmen. Viren werden gelegentlich als ‚Grundform des Lebens´, als ‚nackte Replikatoren´ bezeichnet« (6).

Viren können sich aber nur in einer lebenden Zelle herstellen (replizieren), allein und ohne sie sind sie handlungsunfähig. »Das ist der Grund dafür, daß der Lebensweg eines Organismus mehr voraussetzt als das Vermischen elterlicher DNA im Augenblick der Befruchtung.« (6)

Einen linearen Weg gibt es nicht

Die Gentechnologie ist heute in der Lage nach Belieben Organismen zu schaffen, die die Genetiker mit dem seltsamen Begriff »Konstrukte« bezeichnen. Den Mäusen zum Beispiel wird ein bestimmtes Gen eingefügt oder man schaltet Gene aus oder entfernt sie. Viele dieser »konstruierten« Mutanten sind nicht lebensfähig und ihre Embryonen, die von solchen Mutationen betroffen sind, sterben entweder spontan oder überleben nur wenige Tage oder Wochen. »Solche Monstergeburten – wie die sogenannte ‚Onko-Maus', die eine Mutation enthält, durch die das Tier einen Tumor entwickelt« – dieser Tumor erzeugt  Brustkrebs, der genau zu dem Zeitpunkt auftritt, wenn die Maus ihre Jungen säugen muß(!) »haben aus naheliegenden Gründen eine Menge juristischer und ethischer Gewissensfragen aufgeworfen.« (5; 8)

In einigen Fällen, in denen man Gene ausgeschaltet hat, die für ein bestimmtes Protein kodieren und die für die zelluläre Ökonomie mutmaßlich lebenswichtig sind, hatte dies keine Auswirkung auf das Leben des Tieres. Jetzt daraus zu schließen, diese Proteine hätten keine entscheidende Rolle in der zellulären Ökonomie sei falsch, meint Steven Rose.

»Es handelt sich hierbei vielmehr um eine eindrucksvolle Demonstration (…) der Fähigkeit eines lebenden Systems, sich Erfahrungen und den Fährnissen einer unzuverlässigen Umwelt anzupassen und Mängel« auszugleichen. Diese Fähigkeit wird verstärkt durch die in allen Organismen vorhandene« wirksame Möglichkeit, eine Funktion durch eine andere zu ersetzen. (6)

Stabilität

Diese Fähigkeit kommt der Stabilität zugute und bedeutet, daß eine Vielzahl von Wegen beschritten werden können, die die Zelle und der Organismus im Laufe der Entwicklung einschlagen, um im großen und ganzen zu einem identischen Endergebnis zu gelangen.

Stabilität rührt her aus dem beständigen Fluß von Komponenten und deren Reaktionen – dem Ablauf in und aus der Zelle. »Die Auswirkungen solcher Verknüpfungen sind außerordentlich eindrucksvoll. Stellen Sie sich ein Stück Stoff vor, das aus Fäden verschiedener Farbe gewebt wurde. Das Gewebe hat ein Muster, das sich nicht allein durch die Farbe der einzelnen Fäden ergibt, die Kette und Schuß des Stoffs bilden, sondern es ist das Produkt ihrer« gegenseitigen Beeinflussung   … »Die Fäden jeder für sich mögen recht schwach sein, miteinander verwoben sind sie aber von beträchtlicher Stärke, setzen die Existenz eines ‚Masterfadens' voraus. Entfernen Sie einen beliebigen Einzelfaden, und Muster, Stärke und Stabilität des Stoffes werden nur am Rande beeinträchtigt. Genauso verhält es sich mit dem veränderlichen Geflecht im Innern einer jeden Zelle. Sobald ein hinreichender Grad an« vielschichtiger Beschaffenheit »erreicht ist, wird es stark und tragfähig genug, um Veränderungen zu widerstehen. Die Stabilität ruht nicht mehr auf den einzelnen Komponenten, den Enzymen, ihren Substraten und Produkten, sondern auf dem Netz als Ganzem. Je mehr« wechselseitige Beziehungen, »um so größer die Stabilität und um so geringer die Abhängigkeit von einzelnen Komponenten.« (6)

Ein Stoff kann den Fehler oder Verlust nicht ausgleichen, ein lebendes System aber kann sich zum Beispiel in Reaktion auf Verletzungen oder anderen Schäden selbsttätig neugestalten. »Selbstorganisation und Selbstreparatur sind von ausschlaggebender Bedeutung für seine autopoietischen Eigenschaften.« Diese beiden Eigenschaften erklären auch, »weshalb das von der Zelle erreichte Gleichgewicht tatsächlich kein statisches, sondern ein« fließendes, »ist«. (6) Durch den Fluß der einzelnen Bestandteile entsteht die Stabilität. Würde man sie zu einer vereinfachenden Unbeweglichkeit einfrieren, fiele das gesamte zelluläre Gebäude wieder in jene einzelnen Teile auseinander. »So, wie der Thermostat einer Zentralheizung Stabilität nicht dadurch erreicht, daß er eine absolut konstante Raumtemperatur aufrechterhalten versucht, sondern dadurch, daß er« Schwingungen »um einen Sollpunkt ausgleicht, so arbeitet auch die Zelle mit« ständigen »Schwankungen«. (6)

Alles fließt, alles ist in Bewegung

Ja selbst innerzelluläre Botschaften pulsieren in Wellen durch die lebenden Zellen.

»Zellkerne rotieren sachte, Mitochondrien gleiten anmutig durchs Cytoplasma, Ströme kleiner Partikel befinden sich in unablässiger Bewegung. Alles fließt, alles ist in Bewegung – (…)in einer dynamischen Ordnung« (6).

Die Frage ist, wie entstehen solche Bewegungen? Geschieht dies auf Anweisungen von Genen oder sind sie – wie die vielzelligen Organismen, deren Bausteine sie bilden – ein Autopoiese-Resultat?

Nun, alles wirkt zusammen. Ohne Gene könnten keine speziellen Aminosäuresequenzen, aus denen ein bestimmtes Protein ) besteht synthetisiert werden. Die Faltung der Ketten und ihre Muster werden wiederum von ihrer Mikroumgebung beeinflußt usw.

Ribosomen enthalten zum Beispiel neben RNA-Sequenzen über 80 verschiedene Proteine. »Man hat diese Proteine isoliert, gereinigt und zum Teil auch sequenziert. Aber nun kommt das Interessante. Wenn man die einzelnen Proteine, aus denen ein Ribosom besteht, unter den richtigen Umweltbedingungen zusammengibt, finden sie sich wieder zu Ribosomen zusammen«. (6)

»Diese Eigenschaft (…) ist der Schlüssel zum Verständnis dessen, was Zellen in die Lage versetzt, sich selbst zu organisieren. Sie ist das Ergebnis physikalischer Kräfte, die auf die einzelnen Proteine eines Zusammenschlusses wirken und diese dazu veranlassen, sich in Konstellationen zusammenzutun, die Zuständen ‚minimaler Energie´ entsprechen«. (6)

Ribosomen sind nur ein Beispiel für eine solche Fähigkeit. Aktin und Myosin (zwei wichtige Hauptmuskelproteine) zum Beispiel, arrangieren sich und ermöglichen das Hüpfen des Frosches.

Spontaneität

»Zellen erhalten ihre Form mit Hilfe eines zellulären inneren ‚Skeletts´ aus sehr dünnen Röhren (sogenannte Mikrotubili), deren Hauptbestandteil das Protein Tubulin ist. Auch Mikrotubili bilden sich, vorausgesetzt die Ionenzusammensetzung ist korrekt, in einer Tubulinlösung spontan. Und man kann in der Tat zeigen, daß sie innerhalb der Zelle periodischen« Schwankungen »unterliegen zwischen ihrem ‚kristallinen' (polymerisierten) und ihrem ‚gelösten' Zustand. Auf ähnliche Weise bilden sich auch die in so vieler Hinsicht für die Entstehung und Erhaltung von Zellen lebenswichtigen, allgegenwärtigen Membranen aus Lipiden und Proteinen spontan, ohne daß es dazu besonderer genetische Instruktionen bedürfe – ähnlich wie ein Ölfilm auf Wasser entsteht eine intrinsische moleküle Eigenschaft, die sich als mindestens ebenso wichtig für die Entstehung von Leben erwiesen hat wie die berühmten replizierenden Moleküle DNA und RNA«. (6)

Erste Anfänge von Altruismus

Primitive Chloroplasten – die Nachfahren einst freilebender photosynthetischer Bakterien – enthalten eine eigene DNA und man nimmt an, daß sie zugunsten der Sicherheit einer symbiotischen Existenz in einer vielzelligen Lebensform ihre Unabhängigkeit aufgegeben haben.

Der Altruismus, die Aufgabe der individuellen Verbreitungsrechte zugunsten des Organismus, »durch die Leben, wie wir es heute kennen, in der Evolution entstanden sein muß, bietet eine wichtige alternative« Anschauung zu dem »unbarmherzig individualistischen, wettbewerbsorientierten« Bild »wie sie der ultradarwinistischen«, (…) »Sichtweise der Welt zugrunde liegt«. (6)

Schlußbetrachtung

Am Schluß dieses Beitrages stellt sich die Frage: Was also ist dem ultradarwinistischen Denken entgegen zu halten?

Die Königin aller Wissenschaften, die Philosophie, hat sich durch ihre Vertreter des Deutschen Idealismus einst und den heutigen modernen Philosophen selbst entthront. Die überspitzt betriebene »dialektische« Methode des Deutschen Idealismus und das vernunftorientierte Denken der modernen Philosophen war und ist zum Forschungshemmnis geworden. Auch die heutigen Philosophen meiden metaphysische Aussagen. (5) Nur Mathilde Ludendorff bildet da eine rühmliche Ausnahme. So konnte es geschehen, daß die Biologie für sich beansprucht zu wissen, »welche Kräfte die innersten Züge unsere Persönlichkeit formen und sogar, welchen Sinn unsere Existenz hier auf Erden hat« (6).

Der Inhalt der Antworten, die die Ultradarwinisten geben, sind durchdrungen von sozialen und politischen Ideologien und die vorherrschende Mode, alle sozialen Situationen des Menschen auf genetischer Ebene zu erklären, kommt einer Ideologie des biologischen Determinismus gleich.

Als sich Mathilde Ludendorff 1921 mit dem Darwinismus auseinandersetzte, tat sie dies wegen der ausschließlich materialistischen Begründung der Evolution und sie bedauerte sehr, daß gerade die Biologie, die uns Staunen und Ehrfurcht über das Weltall und sein Wesen lehren könnte, einen solchen Weg einschlug. Sie setzte mit ihrer seelenvollen und gemütsstärkenden Philosophie einen Gegenpol, da diese Philosophie das Wesen dieser Erscheinung, Gott, nicht leugnet, sondern sogar eine Erkenntnisorgan für diese hinter und in den Erscheinungen wirkenden göttlichen Wesenheit aufdeckte.

Die Gentechnologie ist für den biologisch nicht mehr auf den neuesten Stand gebildeten Menschen undurchsichtig und verwirrend. Sie zu verstehen, ist aber vonnöten, denn wie schon anfangs erwähnt, hat die ultradarwinistische und biologisch-vereinfachende (reduktionistische) Denkungsart tiefgreifende Auswirkungen auf die Methodik der Wissenschaft und auf die allgemeinen Anschauungen und die daraus erfolgenden Verhaltensweisen unserer Gesellschaft.

Wenn wir auch als Laien keinen direkten Einfluß auf die Methode und die Vermarktung der Wissenschaften nehmen können, so ist eine kritische, aufmerksame Verfolgung und Hinterfragung dennoch angebracht, denn mehr als alle anderen Lebensformen auf der Erde schaffen wir Menschen unsere eigene Geschichte. Dies aber immer eingedenk der Worte von Mathilde Ludendorff:

»Alle Erscheinung des Weltlls ist Erscheinung Gottes und daher vollkommen, nur der Mensch schafft sich erst die gleiche Vollkommenheit durch eigene Tat selbst, weil er das Göttliche bewußt erlebt. Da es sich nur in Freiheit erleben läßt, mußte er unvollkommen geboren werden.« (10).


Schrifttum:

  1. Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, 2001, 11–17
  2. Ludendorff, Mathilde: Triumph des Unsterblichkeitwillens. Verlag Hohe Warte, Pähl 1954 (Erstauflage 1923).
  3. Ludendorff, Mathilde: Wunder der Biologie im Lichte der Gotterkenntnis meiner Werke, Bd. 2, Verlag Hohe Warte, Pähl 1954, Seite 57, (Erstaufl. 1943)
  4. Ludendorff, Mathilde: Der Siegeszug der Physik. Ein Triumph der Gotterkenntnis meiner Werke. Ludendorff Verlag GmbH, München 1941.
  5. Leupold, Hermin: Philosophische Erkenntnis in ihrer Beziehung zur Naturwissenschaft. Aufsätze zur geschichtlichen Entwicklung der Erkenntnistheorie, zur Evolution des Weltalls und des Bewußtseins. Hrsg.: Die Deutsche Volkshochschule, Ratekau 2001.
  6. Rose, Steven: Darwins gefährliche Erben. Biologie jenseits der egoistischen Gene. C.H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung (Oskar Beck), München 2000
  7. Winnacker, Ernst-Ludwig: Das Genom. Möglichkeiten und Grenzen der Genforschung. Vito von Eichhorn GmbH & Co. Verlag KG, Frankfurt am Main, Juli 1996.
  8. Schäfler, Wilhelm: Gentechnische Eingriffe in die Keimbahn höherer Lebewesen. Die Deutsche Volkshochschule Folge 80, 81, 82 (1992).
  9. Duda Dr. med., Gunther: Erbgutnutzung-Sittengesetz-Menschenwürde – Eine neue philos.-weltansch. Stellungnahme. Verlag Hohe Warte GmbH, Pähl (2001).
  10. Ludendorff, Mathilde: In den Gefilden der Gottoffenbarung; 2. Aufl. Verlag Hohe Warte, Pähl 1986, S. 119 (begonnen 1945)
  11. in (6, S. 337): Dawkins, Richard: Das egoistische Gen, S. 322
  12. in (6, S. 231): Wilson, Edward: On Human Nature, S. 17
  13. 6, S. 186 ff.)

Anmerkung:
Synthetische Theorie: Weiterentwicklung der Darwinschen Theorie: Von manchen auch als orthodoxe Theorie oder Lehrbuchtheorie bezeichnet. Eine Mehr-Faktoren-Erklärung, die das Zusammenspiel verschiedener Evolutionsmechanismen herausstellt. Neue Elemente sind: Gene (Mutation sowie Rekombination durch geschlechtliche Fortpflanzung liefern das Rohmaterial für die Selektion), Population und biologischer Artbegriff. Nach wie vor ist die Selektion die treibende Kraft des Evolutionsgeschehens. In den letzten Jahrzehnten entstanden weitere, der synthetischen Theorie kritisch gegenüberstehende Evolutionstheorien. (K. C.)