»Durchbruch durch die Jahwehpriesterfront«

Erich Ludendorff zur Gründung des »Bund für Gotterkenntnis Ludendorff« vor 65 Jahren

Ein Geschichtsdokument1)

In der letzten Folge zeigte ich die Einheitsfront der abrahamitischen Priesterschaft, sowie das Streben der Buddhisten, die nach Befreiung von der Christenlehre ringenden Deutschen Buddha, d. h. der lamaistischen Priesterkaste auf dem Hochlande von Tibet, dem Panschen- und Dalai-Lama, zuzuführen. Meilensteine auf dem Wege der Buddhisten sind hierbei das Fallenlassen des alten Testamentes als »reinjüdisch«, die Umfälschung des Juden Jesus zum Arier, das Hervorheben des Johannesevangeliums, das nach Ausspruch sogar christlicher Indologen besonders viel indisches Geistesgut enthält. Kaum noch vertarnt folgt auf dieser Wegführung schon der Ersatz der christlich-okkulten Heilslehre, d. h. des Glaubens an die Erlösung durch den Tod Jesu am Kreuz nach Reue und Buße, nämlich die Lehre der Vereinigung mit dem Göttlichen durch Yogaübungen, wie Buddha sie gelehrt haben soll. Diese sind z. B. krankhafte Körperbewegungen, Atemübungen, Selbstsuggestivbehandlung, die den »wissenschaftlichen« Namen »Meditation« erhält, durch Herplappern zum Teil sinnloser Worte. Auch sonstige »Ratschläge« werden erteilt, oft harmlos eingekleidet in »Lebensreformbestrebungen«, die bei der im Volke herrschenden ungesunden Lebensweise natürlich reichlichen Stoff und darum warmen Anklang finden. An Stelle des Fegefeuers tritt bei den Buddhisten die Wiedergeburtlehre. Nur die Hölle mit all ihren plumpen Verängstigungen ist da wie dort die gleiche. An Stelle des schicksalsgestaltenden Jahweh tritt das »Karma«, das voraus bestimmte Schicksal.

Schon diese Aufzeichnung genügt, um zu erkennen, daß die okkulten Wahnvorstellungen des Buddhismus in nichts hinter denen des Christentums zurückbleiben. Den nach Freiwerden von dem Christentum Ringenden wird der Übergang zum Buddhismus durch die genannten »Meilensteine« erleichtert, und vor allem dadurch, daß man sie lehrt, auch Jesus sei eine Inkarnation des Gottessohnes Bodhisattva gewesen, wie Buddha. Den Deutschen wird dadurch im besonderen entgegengekommen, daß ihnen das Freiwerden von den Priesterkasten, das Ablehnen einiger biblischer Moralgrundsätze und das Betonen des Deutschen als eine Heimkehr zum artgemäßen Gottglauben dargestellt wird. Dabei ist der Verrat, den diese Buddhisten an unserem Volk begehen, ungleich bewußter und größer als der, den Vertreter der christlichen Priesterschaften oft unbewußt treiben. Dieser ganz bewußten Arbeit entspricht es auch, daß für jeden Grad der Loslösung vom Christentume und des Heimfindens zur Eigenart besondere Gruppen unter besonderen Namen gebildet sind, die das Einfangen sicherstellen sollen. So sehen wir die Buddhisten bei Christen wirken, so sehen wir sie Suggestionen denen geben, die in irgendeiner Form in ihrem Glauben das Deutschsein und das Rasseerbgut betont sehen wollen, ohne die letzten klaren Folgen ziehen zu können. Diese Bestrebungen der Missionen der buddhistischen Priesterkaste auf der Hochfläche von Tibet erschweren das Ringen gegen die abrahamitischen Religionen.

Für uns stehen sie alle in der gleichen Front gegen die Gotterkenntnis. Die bisher herrschenden Priestermächte selbst treten gegenüber dem immer klarer hervortretenden buddhistischen Wollen kurz. Sie fühlen ihr okkultes Denken dem okkulten Denken der buddhistischen Priesterkasten, ihre Heilslehre dem immer mehr sich verknöchernden Buddhismus überlegen. Sie hoffen nicht mit Unrecht, ihre Schäflein mit der Zeit aus den Armen Buddhas wieder zu sich zurückzuführen. Nur dürfen diese nicht in ihrem Glauben an den das Schicksal bestimmenden Gott oder an ein voraus bestimmtes Schicksal, erschüttert werden. Und auch nicht in dem Glauben an ein Leben nach dem Tode und der Furcht vor der Hölle – den Voraussetzungen jeder Priesterherrschaft. – Ja, Mitglieder des Jahwehismus fördern den Buddhismus als Zeiterscheinung, z. B. durch ihr Eintreten für ein johanneisches Christentum, Für sie ist der Buddhismus nur eine nicht wirklich zu fürchtende vorübergehende Erscheinung in unserem Volke. Von ihr erhoffen sie vor allem, die Deutschen von der Gotterkenntnis fernzuhalten, von der es keine Rückkehr zur okkulten Christenlehre und zur Priesterherrschaft geben kann.

Diese Lage müssen wir uns vor Augen halten, wenn wir die Mitteilung, die ich auch in der letzten Folge gab, richtig bewerten wollen! Ich konnte auf ihre weltgeschichtliche Bedeutung dort noch nicht eingehen, da ich die Angaben kurz vor Abschluß der Folge erhielt. Ich bringe deshalb zunächst den Wortlaut der Mitteilung noch einmal:

»Bezeichnung der Weltanschauungsgemeinschaft ‚Deutsche Gotterkenntnis (Haus Ludendorff)'. RdErl. d. RuPrMdI vom 8.5.1937 I B 1 3/154

Die ‚Deutsche Gotterkenntnis (Haus Ludendorff)' gehört zu den in Abs. 3 a des RdErl v. 26.11.1936 (RMBliV. S. 1575) erwähnten Weltanschauungsgemeinschaften, deren Eintragung in amtliche Listen, Register usw. in gleicher Weise wie bei den Religionsgesellschaften auf die Erklärung der Beteiligten hin erfolgen muß. Die Bezeichnung ‚Deutsche Gotterkenntnis (Haus Ludendorff)' kann durch die Bezeichnung ‚Gotterkenntnis (L.)' abgekürzt werden.

Dieser RdErl. gilt für alle Verwaltungen.

An die nachgeordneten Behörden, Gemeinden, Gemeindeverbände, sonst. Körperschaften des öffentlichen Rechts. – RMBliV. S. 717.«

Hiermit ist seit der über tausend Jahre währenden, absoluten okkulten Herrschaft der Bibelmächte in Deutschland, sowie seit den langjährigen Herrscherversuchen okkulter buddhistischer Priesterkasten einer Gotterkenntnis, die nichts von solchem Okkultismus und nichts von Priesterherrschaft wissen will, ja jedes Priestertum ablehnt, amtlich die Stellung eingeräumt, die bisher jede Religion allein inne hatte.

Die Gesetzgebung Bismarcks, durch die zum ersten Male der Kirchenaustritt möglich wurde, Eheschließung nicht mehr vom Priesterworte abhängig blieb und Säuglingstaufe, dieses unseligste Gewaltmittel, einen Säugling für das Leben in Priesterhand zu geben, nicht mehr Zwang war, ist damit einen Schritt weitergeführt. Nur der kann die Bedeutung dieses Erlasses für unsere Lebensgestaltung voll ermessen, der sich wie ich des Unheils aller Religionen auf Grund eingehenden geschichtlichen Studiums, ernstester Lebenserfahrung und der Erkenntnis, daß die Moral der okkultistischen »Heilslehren« unserem Erbgut völlig widerspricht, so klar bewußt ist.

Der Durchbruch durch die jedes seelische Leben erstickende Nebelschicht, die Vertreter aller okkulter Gebilde über die Völker gelegt haben, ist erfolgt. Sie wissen genau, was das bedeutet. Vertreter derselben werden nach ihrer Art wie bisher, wahrscheinlich nur noch erbitterter, die Gotterkenntnis mit allen möglichen Gehässigkeiten bekämpfen.

Die Vertreter der Gotterkenntnis müssen erst recht von der Bedeutung des geschichtlichen Geschehens überzeugt sein. Sie haben die ernste Pflicht, die Gotterkenntnis würdig zu vertreten. Ihr Handeln, ihre Art der Pflichterfüllung für Sippe und Volk, ihre Kraft, mit der sie das Leben in jedem Ereignis tragen, aber vor allem auch gestalten und meistern, überzeugt die Volksgeschwister besser als Worte von dem rettenden Segen dieser Erkenntnis. Die Moral, die sich aus dieser Erkenntnis ergibt, ist es vor allem, die segensreich in unser Volk ausstrahlen und uns seelisch einen kann und soll. Über die Gotterkenntnis reden sollte nur der, der sich tief in die Werke Mathilde Ludendorffs eingelebt hat, denn gerade hier kann durch ein Mißverstehen nur Mißverstehen erzeugt werden. Für alle die aber, die erst in jüngster Zeit zu uns gefunden haben, oder suchend sich von der Christenlehre und okkulten Vorstellungen wenden, möchte ich in dieser weltgeschichtlich wichtigen Stunde – so ungern ich auch eine Wortfassung wähle – doch in Worten einiges über diese Gotterkenntnis sagen, damit es uns leichter gelingt, die Nebelschicht von unserem Volke zu stoßen und aufzulösen, und deutscher Lebenswille und deutsche Erbeigenart nach göttlichem Schöpfungswillen sich frei entfalten können:

»Deutsches Gotterkennen ist Tatsächlichkeit, ebensolche Tatsächlichkeit wie das Gesetz der Schwerkraft. Ebenso wie dieses ist Gotterkenntnis, weil sie Tatsächlichkeit ist, unerschütterlich und unabbiegbar, aber gerade sie ist es, die zum erstenmal gezeigt hat, daß das Gotterleben der einzelnen Menschenseele unantastbar frei ist und jede Vorschrift und Anweisung für das Erleben des Göttlichen, wie sie alle Religionen, auch die Christenlehre, geben, ein Unrecht an dem Göttlichen selbst ist, da die Seele in ihrem Gotterleben gestört und durch solche Eingriffe gefährdet wird …

Gott ist nach Deutscher Gotterkenntnis jenseits von Zeit, Raum und Ursächlichkeit, unfaßbar durch die Vernunft und ihre Begriffe, Wesen und Kraft aller Erscheinung im Weltall, dessen Wille im Menschen Bewußtheit Gottes hat werden lassen. Sich zum Einklang mit dem Göttlichen aus freiem Entscheid und eigener Kraft aus der angeborenen Unvollkommenheit heraus umzuschaffen, ist der Sinn des Menschenlebens. Das Ich der Menschenseele kann das Göttliche seinem Wesen nach erleben, die Vernunft des bewußten Menschen macht eine Erforschung der Erscheinungswelt und ihrer Gesetze möglich, die von Natur- und Geisteswissenschaft gefördert wird. Beides vereint gab das Erkennen der letzten Fragen nach dem Sinn des Weltalls, des Menschenlebens, der Unvollkommenheit des Menschen und des Todesmuß, durch das das Seelenleben beendet ist.

Sinn der Rassen und Völker (Rassepersönlichkeiten) ist, Gott auf ihre Art und Weise zu erleben und ihr Gottlied entsprechend erklingen zu lassen. Erhaltung der rassischen Erbeigenart, aber auch Erkenntnis ihrer Stärken und Schwächen sind die Voraussetzung für das artgemäße Gotterleben des einzelnen und ganzer Völker, sonst ist es gefährdet.

Dieses Erkennen fordert aus dieser unantastbaren Grundlage heraus: Freiheit des einzelnen und der Völker zur Erfüllung des göttlichen Schöpfungswillens.

Fest verwurzelt die Gotterkenntnis den einzelnen in Volk und Staat und führt zu einer klaren Abgrenzung der Rechte und Pflichten des einzelnen gegenüber Volk und Staat und beider gegenüber den einzelnen, sowie zur klaren Feststellung der Begriffe von sittlicher Freiheit und sittlichem Zwang im Staatsleben.

Kein Gott trägt die Verantwortung für die Lebensgestaltung des einzelnen, des Volkes und des Staates, sie liegt allein auf diesen selbst und in der Antwort, die sie auf Handlungen und Ereignisse der Umwelt geben.«

Ich gab in Vorstehendem eine mögliche Wortfassung von einigen Wesensbestandteilen der Gotterkenntnis. Sie ist niedergelegt in den Werken der Philosophin Mathilde Ludendorff.2) Diese Philosophie ist nicht »Gelehrsamkeit für Auserwählte«, sie ist kraftsprudelnder Quell zur Lebensgestaltung des einzelnen und des Volkes und kann sich nun in diesem Geiste auswirken. Kein Priester, kein Sonstokkulter hat gegen diese Gotterkenntnis etwas einwenden können, auch wenn es an widerlichen persönlichen Schmähungen nicht gefehlt hat, zu sehr ist sie Tatsächlichkeit und Übereinstimmung mit den Erkenntnissen der Natur- und der Geisteswissenschaften und der Erfahrung, zu sehr ist sie aus unantastbarer schöpferischer Schau und Schaffenskraft entstanden.

Es lebe die Freiheit


Fußnoten:

  1. Gekürzt und überarbeitet
  2. 1. »Triumph des Unsterblichkeitwillens«. 2. Das Dreiwerk »Der Seele Ursprung und Wesen«: 1. Teil »Schöpfungsgeschichte« – 2. Teil »Des Menschen Seele« – 3. Teil »Selbstschöpfung«. 3. Das Dreiwerk »Der Seele Wirken und Gestalten«: 1. Teil »Des Kindes Seele und der Eltern Amt. Eine Philosophie der Erziehung« – 2. Teil »Die Volksseele und ihre Machtgestalter. Eine Philosophie der Geschichte« – 3. Teil »Das Gottlied der Völker. Eine Philosophie der Kulturen«. Als Einführung in die Werke schrieb Frau Dr. M. Ludendorff: »Aus der Gotterkenntnis meiner Werke«.