Von Gunther Duda
| »Nun wurde es erwiesen... wie siegreich die Kultur |
| Zeiten stärkster Verhüllung Gottes durch die Menschen, | ja, auch Todesgefahren des göttlichen Lebens in |
| allen Völkern der Erde überwindet.« |
| Mathilde Ludendorff |
Diese hoffnungsvolle Feststellung Mathilde Ludendorffs führt mitten hinein in die Verantwortung der Völker unserer Zeit. Diese Aussage finden Sie in dem 1943, mitten im Völkermorden begonnenen Werk Das hohe Lied der göttlichen Wahlkraft, in der Einleitung Bereicherte Gottschau.
Solche bereicherte Gottschau gewann das Menschengeschlecht durch das Werk der Philosophie der Kulturen: Das Gottlied der Völker. Es erschien 1936. Hier erhielt die Kultur auch ihre alle anderen Lebensgebiete weit überragende Stellung zuerkannt. Zugleich wurde bewußt, Kultur, Erscheinung allen Gotterlebens, erhält und vollendet das Schöpfungsziel. Der eben genannten Grundeinsicht folgt nämlich eine das Vertrauen zu Gott und die Schöpfung weckende und stärkende Aussage:
»Trotz der Übermacht an unbewußt wirkenden Kulturunterwühlern und an bewußten Kulturfeinden siegt selbst die kleinste Zahl gottwacher Menschen durch Wort, Tat und Werk der Kultur, das Gottgleichnis ist... Ja, es ward auch erwiesen, daß im Laufe der Jahrtausende die Todesgefahr des göttlichen Lebens auf dem Sterne immer erneut in einzelnen Menschen tiefere Gotteinsicht erweckte, die sich restlos dem schweren und unerläßlichen Amte der Abwehr des Schlechten hingaben.«
Hier ist auf nichts Geringeres als das unerläßliche »Menschenamt, dem Bösen zu wehren und dem Guten zum Siege zu verhelfen« verwiesen. Die wachsende Entseelung der Neuzeit, die Todesnot der Gottesbewußtheit, fordert Antwort, die Verantwortung des Menschen.
Es war vor sechs Jahrzehnten, am 30. Juli 1939, anläßlich der Feier des 25. Jahrestages der Ludendorff-Siege von Lüttich und Tannenberg - sie sicherten die Gotterhaltung in unserem Volk - als die Philosophin an die Mitstreiter die Frage richtete:
»Haben Sie an der Totenstätte (des Feldherrn) bestanden, vor seinem ernsten und doch so gütigen Blick, dem Bösen zu wehren? Und dann fortfuhr:
Letzte Entscheide in letzten weltanschaulichen Dinge sind in diesem Jahrhundert das Zeitgeschehen unseres Sternes.«
Was aber sind letzte Entscheide? Nun, letzte Entscheide sind nichts anderes als das Ja oder Nein zu den göttlichen Werten des Lebens, zu Natur, Völkervielfalt, Moral des Lebens, sittlicher Freiheit, Verantwortung und Kultur oder - zum Gegenteil von dem allen.
Im Jahr 1939 konnte die Schöpferin des rettenden Kulturwerkes: Gotterkenntnis noch zuversichtlich von diesem Jahrhundert sprechen, war doch die Bewegung Erich Ludendorffs in stetem Wachsen begriffen. Wäre der 2. Einweltkrieg nicht gekommen, die Werke der Gotterkenntnis mit ihren umwälzenden Ergebnissen auf allen Lebensgebieten hätten mehr und mehr Geschichte gestalten können: In Erziehung, Politik, Recht, Wirtschaft, Forschung, Kultur, Lebensgestaltung - in den Fragen von Krieg und Frieden.
Das ständige, weltweite Völkermorden durch Kriege und Umstürze seit 1914 bis zur Stunde führte und führt die für jeden Menschen unersetzlichen, weil kulturerhaltenden Lebensgemeinschaften an den Abgrund. Heute dürfen gottferne, ja gottwidrige religiöse Mächte wie Buddhismus, Christentum, Islam, Mosaismus und Sozialreligionen fast ungehemmt die Auflösung der schöpfungsgewollten Schicksalgemeinschaften des Menschen fordern und vorantreiben. Durch suggestiv-hypnotische Abrichtung, Irrlehren, den Globalismus und jegliche Gewalt. Keine Religion und keine Ideologie treten noch für das Leben und die echte Freiheit der Völker ein. Ihr Ziel ist der Weltstaat mit einer Welteinheitsreligion und einer Zivilgesellschaft. Ihre verlockenden aber unerfüllbaren Verheißungen lauten: Weltfrieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung. So erklärt sich auch die fortschreitende Entchristlichung des Westens, und das durch sensible Angleichung an die Weltheilslehren des Buddhismus, Humanitarismus und Islam. Friedrich Schiller behielt leider recht: »Die Majestät der Deutschen ruhte nie auf dem Haupte seiner Fürsten.« Fast nie!
Aus Washington wurde beispielsweise am 28.12.1998 gemeldet:
»Internationale Unternehmensfusionen werden nach Überzeugung des Daimler-Chrysler-Vorsitzenden Jürgen Schrempp auch zu neuen politischen Formationen führen. Wir werden zu einer transatlantischen Union kommen.' Und dann sollten wir es weiterführen und schließlich eine Weltunion bilden, ohne Grenzen zwischen den Ländern. Den Zusammenschluß von Daimler-Benz und Chrysler sieht Schrempp als Katalysator (Beschleuniger) für eine solche Entwicklung.«
Die Seele der Völker unterliegt keineswegs einem Todesmuß wie die ihrer Menschen. Trotzdem kann sie sterben. Verkörpert ist diese Seele im Erbgut des Unterbewußtseins. Ihre Erbwerte beinhalten arteigenen Erlebniswerte, mit anderen Worten, das erblich gewordene unterschiedliche Erleben des Göttlichen der frühen Menschen. Dank dieser Gotterfahrung und der Antwort darauf als Volkscharakter entstand das angeborene Rasseerbgut und aus ihm die sich geschichtlich entwickelnden Völker. Der schon seit den Urwelten Erscheinung gewordene göttliche Wille zum Verweilen wirkt in dieser Seelenstufe jedes Menschen als vollkommener Selbst- oder Volkserhaltungswille und ebenso als Kraft, die kulturellen Werterlebnisse zu bewahren: Und das bedeutet Gotterhaltung.
Dieses Volkserbe, in seinen Stärken aber auch Schwächen, ist gottgewollt:
»Geht ein Volk unter oder wird es aus seiner seelischen Eigenart entwurzelt, dann schwindet ... eine einmalige Einzigartigkeit des Erbgutes und so auch der Gottesbewußtheit. Es verarmt die Welt an Mannigfaltigkeit des Gotterlebens. Und nur in dieser Mannigfaltigkeit bewußten Gotterlebens ist diesem die Gottweite erhalten und der köstliche Sinn des Weltalls voll erfüllt.«:
Nach dieser Erkenntnis frevelt jede Gefährdung eines Volkes am Ziel unserer Schöpfung. Deshalb fordert dieser göttliche Sinn des Menschenlebens alle Völkervielfalt in ihrem Gott- oder Kulturgehalt zu bewahren. Denn der todumlohten Volksseele drohen immerwährende Gefahren, vermeidbare wie unvermeidbare. Die Philosophie der Geschichte uns drei große Todesursachen: die Unvollkommenheit der bewußten Menschenseele, die Vermischung der Völker, den Fremdglauben. Wirken sie gemeinsam, dann verstärken sie sich selbstverständlich.
Das größtmögliche Glück und kleinstmögliche Leid, so lautet das Ziel des bewußten und unvollkommenen Lebenswillens. Keine der zahllosen Welt- und Menschenverbesserungen berücksichtigen aber dessen Gesetzlichkeit. Schon deshalb müssen sie scheitern, ja noch schlimmer, zur Gewalt entarten. Hier im unvollkommenen Bewußtsein wurzeln die erworbenen Charakterzüge wie Zank, Rachsucht, Bosheit, Neid, Habgier, Mißgunst. Sie schaffen den Menschen die Hölle auf Erden. All das bewirkt weiter eine traurige und sehr oft volkszerstörende Einengung der Anteilnahme am Schicksal der Mitmenschen. Hier wurzeln die in unserer Zeit beklagte Gleichgültigkeit, Vereinsamung, ja Selbstsucht und Kälte der Volksangehörigen untereinander. Gewaltgier, Selbstpreisgabe, Triebentartung, Genußsucht, Rauschgiftgier sind also seelengesetzlich bedingte Früchte der Glücksgier. Der die Menschen abrichtende Seelenmißbrauch zerstört schließlich vollends die Menschenwürde. Hierher gehören auch die psychoanalytische Gehirnwäsche und das okkulte Sektenwesen bis hin zum ekelerregenden Satanismus.
Klaus Rainer Röhl schildert in seiner Abrechnung: Fünf Finger sind keine Faust, 1988, reumütig, zu welcher Verkommenheit die angebliche Befreiung des Einzelnen von allen sittlichen Grundlagen des Zusammenlebens durch wahnhafte linksliberale, kommunistische und feministische Gruppen und Blätter der 68er Bewegung geführt hat. Kennzeichnende deutsche Tugenden wie Wahrhaftigkeit, Treue, Selbstbeherrschung, Pflichtbewußtsein, Ordnung und Sauberkeit wurden zerstört. Ehe, Sippe, Walther von der Vogelweides deutsche Zucht, die allem vorgeht, Mütterlichkeit, Heimatliebe, Vaterlandsliebe, Ehe, Familie, wehrhafte Selbstbehauptung und Achtung vor den Großen der Völker gelten weithin als faschistisch. Dieser Tugendterror gebar schließlich die jede Geistesfreiheit unterjochende politische Korrektheit aus den USA, eine neue tückische Diktatur. Die ständige suggestive Gesinnungs- und Gewissensprägung führte zwangsläufig zu Wohnkommunen, Kindermißbrauch, Brandanschlägen, Einbrüchen, Überfällen... Schließlich begann, weil die gewaltsame kulturrevolutionäre Machtergreifung scheiterte, der lange Marsch durch die Institutionen von 100.000, wenn nicht 300.000 Genossen des Rudi Dutschke. Im Jahr 1998, dem kabbalistischen Kubusjahr, scheint das Ziel der ursprünglich staatsfeindlichen 68er erreicht worden zu sein: die andere Republik. Verkörperten schon die bisherigen Staatsleitungen nur wenig das gemeinschaftserhaltende Sittengesetz, so droht nun die Zerstörung der Geschichte. Weil Geschichte, vom göttlichen Willen des Wesens aller Erscheinung aus gesehen, nichts anderes ist als der Ausdruck des Selbsterhaltungswillens eines Volkes nach außen und innen.
Die nächste Lebensbedrohung der Seele der Völker ist die Vermischung des religiösen Erbgutes, so es sich in seinen Wesens- und Charakterzügen widerspricht. Solche Vermischung droht die Kraft der unterbewußten göttlichen Erb- und Erlebniswerte zu schwächen. Und das bedeutet seinen haltgebenden und kulturfördernden Einfluß auf das Bewußtsein zu schwächen oder gar zu lähmen. Nicht mehr schützen und befruchten dann die Gemütswerte das Seelenleben, und nicht mehr warnen die Erhaltungsinstinkte der Volksseele vor Gefahren. Man denke nur an den seit Jahren ungehemmten Einstrom andersartiger Seelenerbwerte, an die Sprachzerstörung oder an die vom Volk abgelehnte doppelte Staatsbürgerschaft. Rot-Grün, viele Liberale und Christen und der »Euro-Islam« wollen das Jus sanguis durch das Jus soli, das heißt das bisherige Staatsbürgerschaftsrecht der Abstammung und der »ethnischen Selbstbestimmung« durch das des Ortes der Geburt ersetzen.
Der wachsende Widerstand gegen diese Gefahr, für Einheimische wie Einwanderer, trägt deshalb zur Gotterhaltung in den Völkern bei. Wer das ausländerfeindlich nennt, verleumdet nicht nur, nein, er frevelt an der Vielfalt der Menschennatur.
Im Multikulturismus können Volkserleben und Erziehung zur bewußten Verantwortung für das kommende Geschlecht nicht mehr die daseinserhaltenden Zwangstatenketten (Instinkte) des Tieres ersetzen, beispielsweise in der Erotik oder in der Abwehr von Volksgefahren.
Daniel Cohn-Bendit, ehedem grüner Stadtrat in Frankfurt/M.,1) nennt aus Erfahrung die Folgen des Durcheinanderwürfelns der ihrer Heimat entwurzelten Menschen aus allen Erdteilen. Er urteilt:
»Die multikulturelle Gesellschaft ist hart, schnell, grausam, wenig solidarisch (zusammengehörig), sie ist von beträchtlichen sozialen Ungleichgewichten geprägt und kennt Modernisierungsgewinner und Modernisierungsverlierer, sie hat die Tendenz, in eine Vielfalt von Gruppen und Gemeinschaften auseinander zu streben sowie die Verbindlichkeit ihrer Werte einzubüßen.«
Die gottgewollte Unvollkommenheit der Bewußtheit - Voraussetzung der Willensfreiheit für oder wider den göttlichen Lebenssinn zu entscheiden, - verstärkt selbstverständlich diesen wahllosen und fast überall geförderten Schöpfungsfrevel.
Nur das fehlende Wissen, »daß das Gotterleben viel zu innerlich, viel zu sehr dem Wesen aller Erscheinung zugehörig ist, um sich je so leicht wahrnehmbar zu machen wie das Werk der Vernunft«, entschuldigt etwas diese meist religiösen Multikultiziele.
Die größte Gefahr für das ererbte Gotterleben droht durch den Fremdglauben. Die Menschen verfielen schon vor Jahrtausenden dem Irrtum, fremde Glaubensgeschenke seien für die Erfüllung des Lebenssinnes ungefährlich. Sie wissen nicht, daß sie gerade durch die Art und Weise ihres religiösen Erbgutes sinnvoll gesondert sind. Das jüdische Volk konnte sein Überleben dank solcher Seelengesetze - durch die Pflege der Grundzüge der eigenen Frömmigkeit - bis heute sichern, noch! Perser, Goten Griechen Römer oder Altserben gingen dagegen unter. Nur stichwortartig können hier die Zeichen dieser Völkerkrankheit genannt werden. Sie treten immer dort auf, wo das Wirken der Volksseele durch Weltreligionen oder ähnliche Heilslehren geschädigt wird:
Verfrühter Rückfall des einzelnen in die Selbstsucht in der Stunde der Todesnot eines Volkes. - Mißtrauen gegen die rettenden, rassetümlichen Persönlichkeiten und ihr Rat. - Im Alltag: Völliges Auseinanderflattern und gegenseitiges Mißverstehen der einzelnen Menschen. - Kein gemeinsames Gemütserleben. - Kampf aller gegen alle. - Gewissenswertungen, die volksfeindlich sind. - Wahlkraft der Volksseele für Gefühl und Tat verschüttet. - Daher volksvernichtend gerichteter Haß und Liebe und Lähmung der volksrettenden Tatkraft.- Vernunft arbeitet im Dienste der Weltreligion auf allen Gebieten, sie verschüttet den Rat der Volksseele und verwirrt auch die Minnewahl, so daß Blutmischung droht.
Beispiele von gestern und heute müssen nicht gebracht werden, jeder erfährt sie tagtäglich. Nun kennt er jedoch die Ursachen. Nicht minder weiß er, wohin die den Gemütswerten entwurzelten Menschen ihre Völker führen. Schon Ernst Moritz Arndt, (1769-1860), der verfolgte Jakobiner der Restaurationszeit, sprach darüber - und zwar Fraktur:
»Jener Kosmopolitismus, den man uns anpreist, ist nicht von Gott, sondern von Tyrannen und Despoten, welche alle Völker und Länder zu einem großen Schutthaufen, ja Misthaufen der Knechtschaft machen möchten, und welchen es daher gefällt, wenn man die Menge darauf hinweist, daß es für das Ganze wohltätig sein möchte, wenn dieses oder jenes Volk sich gutmütig in Schutt verwandeln lassen wollte. Das ist ein Zeichen eines elenden lieblosen Menschen, wenn einer immer von dem Entfernten klingelt und für das Nahe und Einzelne nichts tut... 2)
Ohne das Volk ist keine Menschheit und ohne den freien Bürger kein freier Mensch; es mögen Einzelmenschen über äußere Bedrückung erhaben sein; aber Völker in Sklaverei - verderben.«
In unserer Zeit erkannte der große Russe Alexander Solschenizyn ebenfalls:
»In der letzten Zeit ist es Mode geworden, über die Nivellierung der Nationen zu reden, über das Verschwinden der Völker im Kochtopf der modernen Zivilisation. Ich bin ganz und gar nicht dieser Meinung... Eine Nivellierung der Nationen wäre um nichts besser als ein Gleichmachen der Menschen: Ein Charakter, ein Gesicht. Die Nationen bedeuten den Reichtum der Menschheit, die Gesamtheit der verschiedenen Persönlichkeiten; selbst die geringste Nation birgt ihre besondere Farben, bringt eine eigene Facette des göttlichen Entwurfs in sich.« 3)
Auch aus diesen Worten spricht die Seele des Volkes!
Und Mathilde Ludendorff warnte 1933, in den Jahren zwischen den Einweltkriegen:
»Die Geschichte, die aus der Seele als Wille geboren ist, (sondert) die Völker; denn jedes Volk kann nur an der Selbsterhaltung des eigenen Volkes wirken und gestalten, den anderen Völkern aber die Erhaltung soweit lassen, als sein eignes nicht von ihnen bedroht wird. So können sich die Völker zwar zeitweise zu Abwehrhandlungen gemeinsamer Feinde zusammenschließen, geschichtliche Taten gemeinsam ausführen, aber darum bleiben ihr Selbsterhaltungswille und somit ihre Geschichte dennoch gesondert.
Wo es in der Geschichte versucht wurde, das eigene Volk in einem Völkerverband zu gemeinsamer Geschichte aufgehen zu lassen, wo Völker hierzu gezwungen wurden, da führte solches Tun zu Weltreichen', die nichts anderes darstellen als Völkerpest, an der die Völker zugrunde gehen, weil sie die heiligsten Lebensgesetze ihrer Volksseele mit Füßen treten.«
»Gottkräfte sind es, die den Sieg entscheiden!« Diese schlichte Feststellung besagt, nur die Kultur, die Macht von Gemüt und gotterlebenden Ich, kann den Sinn unserer Schöpfung retten, nicht jedoch politische oder gar gewalttätige Maßnahmen. Soll die tiefe Gottverhüllung der Gegenwart überwunden werden, dann müssen diese seelischen Kräfte erwachen, beispielsweise Würde und Verantwortung des Gottesstolzes und der Wille zur Wahrheit. Erst dann wird eine Aussage wie die erwähnte zu einem Weckruf, zu dem ernsten Weckruf, sein Menschenamt zu erfüllen. Dieses Amt heißt: Gotterhaltung! Sie ist zugleich die Gesamtaufgabe der Völker. Gerade wegen des heute besseren gegenseitigen Kennenlernens und der allen Völkern drohenden Einwelt-Knechtschaft wird es überlebenswichtig, sich der Sinfonie des Gottliedes der Völkervielfalt klar bewußt zu werden. Immer noch wirkt dafür überall die Kultur. Getragen aber wird sie, anders als die Geschichte, stets nur von wenigen gottwachen Menschen. Am leichtesten erfüllen die Werke des Wahrheitswillens dieses Menschenamt, nämlich in der Natur-, Geschichts- und Religionsforschung. Vieles verwirklicht sich hier schon immer, gerade durch den Austausch von Kunstwerken. Erkannt werden aber sollte, daß die Völker sich meist nur das Seelengut des Überbewußtseins schenken können, kaum aber das des volkhaft geprägten Gemütes.
Angesichts der heute übermächtigen Gottferne bleibt ein Volk allein nicht mehr fähig, Leben, Eigenart Frieden und Freiheit der Zukunft zu bewahren. Die Not der Zeit fordert echte Völkerfreundschaft mit sinnvoller, gegenseitiger Hilfe. Um aussterbende Pflanzen- und Tierarten zu erhalten, arbeiten die Völker schon längst weltweit zusammen.
Wichtig zu wissen ist: Wir wenigen freien Deutschen ringen keineswegs allein. In allen Völkern und Nationen wirken die allen gemeinsamen, wenn auch inhaltlich oft verschiedenen Seelenkräfte. Und das gerade durch das verlästerte, jedoch kulturtragende transzendente Rasseerbgut. Seine Stimme klingt zu uns, wenn auch noch schwach, aus Amerika, dem Baltikum, China, England, Frankreich, Israel, Palästina, Polen, Rußland oder den vielen kleinen um Eigenart und Freiheit ringenden Völkern.
Niemand von uns bleibt jedoch blind gegenüber der schwindenden Lebenskraft der Völker. Im Gegenteil! Es wird Stunden geben, da unser Vertrauen in die vollkommenen Gesetze der Schöpfung verunsichert wird. Schon deswegen, weil wir wissen, daß Gotterkenntnis nicht allein Segen bringen, sondern auch das Ende der Gottwachheit auf Erden bedeuten kann: »Weil die Menschen von ihr eifriger noch denn zuvor in die Umnachtung durch dunkle Begriffe flüchten.«
Hier aber erwachen die letzten Entscheide: Mut oder Angst? Tapferkeit oder Feigheit? Standfestigkeit oder Versagen? Freiheit oder Knechtschaft? Klare seelische Bewußtheit oder dunkle Umnachtung? Gottkräfte oder Gottferne?
Siegen werden die Gottkräfte! Gewiß nicht rasch, doch im Laufe der Zeiten immer mehr, still, fast unmerklich. Selbst die Diktatur der Würdelosigkeit, der Lüge und des Häßlichen werden hier fördern. Weil der Gottesstolz erwacht!
Angst macht dumm, schwärmerische Zuversicht leichtsinnig. Nüchtern mag der Wahrheitswille die Lage der Nation beurteilen, geschichtlich wie seelenkundlich. Wie auch das Ergebnis ausfallen mag, unsere Verantwortung für heute und morgen bleibt davon unberührt. Selbst wenn der sichere Untergang zu befürchten wäre, für Streiter der Gotterkenntnis ändert sich nichts. Sie leben das von der Volksseele Martin Luther zugesprochene Wort von 1521: Hier stehe ich! Ich kann nicht anders!
Werfen wir einen Blick auf die Geschichte unseres Volkes unseres Jahrhunderts! Als sich die Deutschen 1914 gegen den Vernichtungswillen ihrer Feinde verteidigen mußten, befreite sie die Volksseele aus einem Sumpf des Vorkriegsdeutschlands. (E. Ludendorff) In der Not des Volkes erwachte der Wille zum Überleben und einigte es zur geschlossenen Abwehr. Sein erneutes Ermatten durch die massenpsychotische Zersetzung der Heimat brachte dem Reich die Niederlage und einen unsittlichen Zwangsfrieden. Moskau und Versailles, so der preußische Ministerpräsident Otto Braun (SPD), zerstörten die Weimarer Demokratie und ermöglichten mit der internationalen Hochfinanz, den christlichen Kirchen und der Not der Zeit die Errichtung der Zwangsherrschaft. Schon unter den Notverordnungen Hindenburg-Brünings begann sie. Wohl wurden das deutsche Selbstbewußtsein und Ehrgefühl nach 1933 geweckt, doch Teile der Führung verzerrten, ja schändeten immer wieder den Einfluß der Volksseele. Als Hitler 1938 Österreich mit dem Reich vereinigte, stimmten die Deutschen freudig zu. Ihr alter Traum wurde erfüllt. Der Marsch von Panzern durch Berlin 1938 erweckte jedoch weder Zustimmung noch Kriegsbegeisterung. Zu Hitlers Ärger. Das Münchner Abkommen von1939 begrüßte dann die den Frieden wünschende Seele unseres Volkes, genauso wie die der anderen Völker Europas. Den Kriegsausbruch 1939 erlebte sie zunächst nicht als unmittelbare Lebensbedrohung. Als sich jedoch der 2. Weltkrieg 1942/43, nach Stalingrad, in einen todernsten Verteidigungskrieg von Volk und Heimat wandelte, bestimmte wiederum ihr Selbstbehauptungswille den Kampf bis zum bitteren Ende.
Nun waren es vor allem die Mütter, die Sippen und Volk bewahrten und das verwüstete Land aufbauten. Unter den furchtbaren Anklagen und den völkerrechtswidrigen Zerstörungsversuchen von Erberleben und Erbcharakter durch die suggestive Umerziehung verstummte die Volksseele im öffentlichen Leben. In der Ohne-Mich-Bewegung 1951/52 gegen die Wiederaufrüstung sprach sie jedoch mit und ebenso im Kampf gegen das Verbrechen an Gottes vollkommenen Gesetzen, die Atomspaltung. Erloschen war sie nicht in ihrem stillen Wirken für die Einheit, die Heimat, die Muttersprache, die Pflege des Volksgutes wie Volkslied, Volkstanz und Volkssitten. Die Gottkräfte des Gemütes befruchteten den Schönheitswillen, ein Grundwesenszug der Schöpfung. Er verwandelte unsere Städte und Dörfer vielfach in Schmuckstücke, ließ die Ausstellungen von Kunstwerken und der Geschichte schier stürmen und füllte die Konzertsäle. Noch nie musiziert soviel Jugend wie heute. Der göttliche Wille zur Wahrheit, wiederum eine Gottkraft der Seele, löste dann fast unmerklich ihre Menschen von den religiösen Zwängen. Was anders bedeutet es denn, wenn ein Großteil der Deutschen nicht mehr an einen persönlichen Gott, das persönliche Weiterleben und den Priester glauben kann? Müßte dann nicht der Sinn des Lebens vor dem Tode liegen? Fördert nicht auch der Wahrheitswille in der Geschichtsforschung unseren Lebenswillen und unser Selbstbewußtsein? Das Buch Die selbstbewußte Nation 1995 z. B. und der laute Widerstand gegen die Befreiungslegende und die »Todsünde gegen die deutsche Identität, die freiwillige Schuldhaft« (B. Willms 1983) sie kündigten das Ende der entehrenden Unterwürfigkeit an. Auch die weite Empörung über die kommunistische Verunglimpfung der Wehrmacht verrät den Stolz unseres Volkserbes. Aller Demütigung, Volksverhetzung und Verfolgung zum Trotz! Das unverhoffte große und friedliche Werk der Seele unseres Volkes von 1989: der Fall der Mordmauer der Sieger und die Wiedervereinigung der Deutschen, verwirklichte sich 1989: Wir sind ein Volk!
In Martin Walsers tapferem Einspruch gegen die »Instrumentalisierung unserer Schande« und der breiten Zustimmung der Noch-Deutschen und sogar seiner hochrangigen Zuhörer bewiesen die Kräfte des Unterbewußtseins erneut ihre Macht. Ob jedoch die Ausländerfrage noch im volkserhaltenden Sinne gelöst werden wird, ist fraglich. Wohl ein Viertel der suggestiv betörten Menschen unserer Schicksalsgemeinschaft verleumdet derzeit sein Herkommen, seine Kultur. Millionen nach Herkunft und Religion Fremder finden bei ihnen Unterstützung. Doch der wiederum gewaltlose Widerstand gegen diesen Frevel am Volk wächst. Mußte doch der stellvertretende CDU-Vorsitzende in Hessen, jung, zum 16./17. 1999 feststellen:
»Noch nie haben in Deutschland an einem einzigen Tag soviel Menschen mit ihrer Unterschrift gegen ein politisches Vorhaben protestiert.«
Neben vielen anderen namhaften Deutschen tritt auch Ferdinand Fürst v. Bismarck, Urenkel des Gründers des 2. Deutschen Reiches, mit seinem Buch Anmerkungen eines Patrioten von 1998 mutig für sein bedrohtes Volk ein:
»Das Volk gleiche einer Pflanze', hat der Philosoph Johann Gottfried Herder im 18. Jahrhundert gesagt, es habe Wurzeln im Erdreich der Vergangenheit, einen die Gegenwart tragenden Stamm und in den Himmel der Zukunft ragende Zweige. Das Volk und sein Volkstum' galten ihm als etwas Natürliches, was der Familie, der Sippe und dem Stamm ähnlicher war als der moderne Nationalstaat mit seiner vergleichsweise rationalen Organisation. Solches Verständnis des Volkes hat sich den Deutschen tief eingeprägt und bestimmt ihre Vorstellung mit, daß die Völker nicht vergehen können, weil sie im Grunde große Lebewesen sind, die von Urzeiten her Bestand haben.«
Dazu noch einmal Ernst Moritz Arndt! Ihm war selbst im höchsten Alter »Preußens und Deutschlands Ehre und Größe der Gedanke seiner Tage und der Traum seiner Nächte«. In den Freiheitskriegen 1813 rief unser Volkserbe seinen Landsleuten zu:
»Das deutsche Volk ist in der Geschichte uralt und vor beinahe zweitausend Jahren schon gepriesen worden wegen seiner Redlichkeit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Freiheit; und ist auch in den späteren Zeiten immer ein herrliches, mächtiges und freies Volk geblieben, bis auf die letzten zwanzig Jahre, wo die hinterlistigen Fremden haben seine Herren werden wollen.«4)
Selbstverständlich, die Lage unseres Volkes wie die der anderen Völker ist ernst, jedoch keineswegs verzweifelt. Ihre Lebenskräfte sind zäh! Ihr Erwachen in der UdSSR nach dem Zusammenbruch des völkermörderischen Bolschewismus beweist das erneut. Es die seelischen Kräfte, die Gesundung erhoffen lassen. Denn sie wirken ja nicht nur in jenen wenigen Menschen, die die Gesetze der Volksseele kennen oder stark erleben, nein, sie wirken mehr oder minder in all jenen Menschen, die dem Göttlichen noch nicht völlig abgestorben sind. Wer allein auf die veröffentlichte Meinung und damit nur auf die Früchte der menschlichen Unvollkommenheit schaut, übersieht wesentliches:
»Alle die unvollkommen bleibenden Menschen können Gott in Stunden ihrer Erhebung erleben und in Wort, Tat und Werk auch gar oft in ihrem Leben Göttliches auf die Mit- und Nachwelt ausstrahlen, womit sie das Gotterleben anderer Menschen bereichern. So erfüllen sie sich nicht nur ihren Unsterblichkeitswillen vor ihrem Tode, nein, sie dienen auch dem Schöpfungsziel. In den Werken, die das Wesen der Erziehung, der Geschichte und der Kultur eingehend darstellen, habe ich zudem dargetan, daß alle diese Menschen ihr Amt als Gotterhalter in ihrem Volke und den Völkern der Erde gar wohl erfüllen können und zu allen Zeiten auch erfüllt haben.«
Die Menschenseele besitzt zwei Quellen der Gottkräfte. Die eine Quelle ist das Ich, die "einzige Stätte, in der göttliches Leben bewußt erlebt werden kann". Göttliches Erleben schenken die Kulturwerke, die Natur, die Forschung, Freundschaft und Minne, Elternliebe, Volksliebe, der Freiheitskampf. Das aber sind Erlebniswerte, die von denen, die sie kennen, keineswegs Gotterleben genannt werden und erst recht nicht von den Büchern der Religionen.
Die andere Quelle entspringt den Gemütswerten:
»Im Unterbewußtsein der Menschenseele ist das Gotterleben jeder Rasse seit ihrem Werden als Erbgut bewahrt und auch die Antwort darauf: Der Erbcharakter, erhalten. Wenn immer das Ich Göttliches erlebt, das solchem Gute verwandt ist, dann wird das Gemüt bewegt. An diesem Gesetz ... ändert sich wahrlich nichts, wenn der Mensch wahnreiche Religionen glaubt, oder aber, wenn seine Vernunft überzeugt spricht: Es gibt keinen Gott. « (Gefilde... S. 29)
Auf solche Weise bewahrt die Schöpfung ihr Ziel. »Im bewußten Erleben der Menschen erfüllt die Volksseele eine durch wunderbare Gesetze gesicherte hohe Aufgabe.« Sie befruchtet Denken, Fühlen, Wollen und Handeln, das Gedächtnis, die Tugenden, das Gewissen. Sie knüpft ein seelisches Band zwischen den Lebenden und den Taten und Werken der Vorfahren. Nicht etwa, wie der Gotterkenntnis wahrheitswidrig von der christlich-liberalen Kohlregierung 5) unterstellt wurde, im antipluralistischen, die Vielgestalt des weltanschaulichen und politischen Lebens ablehnenden Sinne, sondern im Sinne eines innigen Verstehens und einer tiefen Verbundenheit durch verwandtes Erleben und Wollen.
»Göttliche Fürsorge durch vollkommene Gesetze« nannte das die Erkenntnisphilosophie Mathilde Ludendorffs. Diese Fürsorge gilt nicht nur dem Erhalt des Weltalls, sondern ebenso dem Menschen und seiner Lebensgemeinschaft. Wer danach fragt, wie die Gottkräfte der Seele aus der Todesnot der Völker retten können, findet hier Antwort: Das Erbgut will, um das unsterbliche Leben des Volkes zu retten, »das Machtgebiet und die Machtgrenzen des Staates, Freiheit und Zwang bestimmen, das Recht und die Wirtschaft gestalten, Erziehung befruchten, Sitten und Bräuche, die artgemäß sind, zähe erhalten. Es will Retter und Hüter werden vor dem gottfernen Frevel der völkerzerstörenden Rassenmischung und der Gottlehren fremden Blutes, die ihm das Retter- und Hüteramt in den Seelen so unendlich erschweren, ja zerstören können.« (Gottlied, S. 211)
Das alles besagt es, wenn Erich Ludendorffs immer wieder mahnte: Machet des Volkes Seele stark!
Voll zu Recht nennt somit die Philosophie der Kulturen die Seele der Völker: Hort und Mitschöpfer der Kultur und ihr Wesen, Erfüllung des Gotterhaltungswillens, Gottwecker, Gottwacherhalter und darüber hinaus Vollender des Schöpfungszieles durch die Bereicherung, die das unsterbliche Werk der Kultur dem Gotterleben der Gegenwart und Zukunft schenkt.
Die Werke Mathilde Ludendorffs vermitteln reichste Gotterkenntnis. Wer sie kennt, weiß nicht nur von der göttlichen Fürsorge der Erhaltung der Schöpfung, nein, er erfährt ebenso von der Erhabenheit Gottes über Weltall und Mensch. Solche Fürsorge und solche Erhabenheit können die notwendige Gelassenheit gegenüber den Wirren und Freveln des Tages schenken, ohne daß Verantwortung darunter leidet. Erich und Mathilde Ludendorff lebten diese Gelassenheit, in einer Zeit, da sie nicht nur übelster Verleumdung, sondern sogar Mordgefahren ausgesetzt waren. Über jene Jahre der Knechtschaft schrieb Erich Ludendorff Worte, die ebenso für uns gelten:
»Wir gingen ruhig und sachlich unseren Weg. Immer klarer stellten wir den Kampf für deutsche Geistesfreiheit den Bedrückungen der Priesterkaste und des Dritten Reiches gegenüber. Immer klarer erhoben wir die Forderungen nach unantastbarem Recht. Immer folgerichtiger zeigten wir, daß nur arteigenes Gotterkennen die Grundlagen deutschen Lebens sein könne... Wir zogen, wie schon früher, die Grenzen zwischen sittlicher und unsittlicher Freiheit, wie sie im Liberalismus verkörpert war, zwischen sittlichem und unsittlichem Zwang, wie er im Wesen faschistischer und kommunistischer, aber auch demokratischer Diktatur lag. Wir erstrebten sittliche Freiheit und sittliche Gesetze für die Gotterhaltung und Volkserhaltung unter starker Staatsführung.«Damit wies er Menschen wie Völkern den Weg zu ihrem einzigartigen Amt. Den einzigen Weg, der zum Ziel führen kann! Und das deshalb, weil er im Einklang mit dem göttlichen Sinn unserer Schöpfung steht und die Kernfrage unseres Deutschseins gültig beantwortet.