Unterirdische Gänge in den Demokratien - Eidgebundene Menschen in den Völkern

Von Arnold Cronberg

     In der Demokratie darf Staatsgewalt allein vom Volk ausgehen. Sie darf keine andere Legimitationsquellen haben (Art. 20 Abs. 4 Grundgesetz). Volk bedeutet bei uns das Staatsvolk der Bundesrepublik Deutschland, das nach Art. 116 GG nur von den Deutschen gebildet werden soll. Deutsche sind herkömmlich, naturwissenschaftlich und erkenntnisphilosophisch gesehen eine Erbgemeinschaft mit unersetzlichen, daseinserhaltenden und kulturellen Aufgaben. Dem »deutschen Volk« schwören Bundespräsident und Bundesminister gemäß Artikel 56 und 64 GG einen heiligen Eid, Schaden von ihm zu wenden, das heißt für seine Erhaltung zu wirken und das Grundgesetz zu wahren und zu verteidigen. Widrigenfalls kann Anklage durch Bundestag oder Bundesrat vor dem Bundesverfassungsgericht nach Artikel 61 GG erhoben werden, nicht jedoch unmittelbar durch die Wähler.

     Nun gibt es aber seit Jahrtausenden Priesterkasten, Mysterienbünde, Geheimorden o. ä., die sich in allen Stämmen und Völkern der Erde bilden konnten, machtvolle Minderheiten – heute oft Eliten genannt –, die keineswegs Leben und Aufgaben ihrer Lebensgemeinschaften bewahren, sondern sie auflösen wollen in einen utopischen Gottes- oder Weltstaat. Und das meist zwangsneurotisch, d. h. ohne zu wissen, was sie tatsächlich tun, weil sie als Opfer ständiger suggestiv-hypnotischer Dauereinflüsse mehr oder minder auf religiös-ideologischem Gebiet unmündig gehalten werden. Die Massenmorde der Kleinstsekten des 20. Jahrhunderts sprechen eine grausame Sprache.

     Dank des geheimen Eindringens dieser eidgefesselten und damit meist hörig gewordenen Ordensmitglieder in alle Lebensbereiche der Staaten und internationalen Einrichtungen ist ihr ideologischer und machtpolitischer Einfluß seit langen Zeiten unüberschaubar geworden. Außerdem erreichen sie heute mit ihre Medien ideologisch fast jede Großhirnzelle.

Weltfreimaurerei

     Am stärksten soll sich der Freimaurerorden in Frankreich eingenistet haben: rund 100.000 Männer »bauen« in Politik, Justiz und Wirtschaft und gewiß auch Erziehung am blauen Welteinheitstempel. Ihre »Brüderlichkeit« fördert selbstredend überall Skandale am laufenden Band. In Italien glaubt man gar, daß zwischen der kalabrischen Mafia, der N’drangheta, und der Loge engere Beziehungen bestehen. Auch in England gibt sich der Weltorden »offen«, aber nur in Dingen die zu Genüge bekannt sind. Doch 1998 weigerte sich der Sekretär der »United Grand Lodge«, die Oberbehörde von 8.600 Geheimlogen, dem innenpolitischen Ausschuß eine Mitgliederliste und die geheimen Zeichen zu übergeben. Auch hier ging es um brüderliche Korruptionen, sogar in einer Polizeisonderkommission zur Bekämpfung von Betrug. 340.000 »Dreipunktebrüder«, ihr Aushängeschild ist der Herzog von Kent, ein Vetter der Königin, werden gewiß nicht dem englischen Innenminister folgen und dessen Forderung: »Schluß mit der Geheimniskrämerei«, nachkommen. Ist sie doch der Zaubertrank ihres Überlebens. »Vernichtung der Freimaurerei durch Enthüllung ihrer Geheimnisse« (Ludendorff) heißt das Mittel, diese esoterische Völkerversklavung auszutrocknen. Mit seiner Aufklärungs- und Kampfschrift wollte der General »Freimaurern helfen, die nicht mehr in sich selbst die Kraft besitzen, unmoralische Eiderverpflichtungen zu sprengen, und die in der grauenvollen Lage sind, sich selbst und dem Vaterland durch Schweigen zu schädigen.«

     »Furcht, Staunen und Gewöhnung« heißen eingestandenermaßen einige der wirksamsten Herrschaftsmittel der Geheimbünde. Sie mißachten und mißbrauchen das Menschenrecht der Volkssouveränität um vor allem durch »Etikettenschwindel« ihren Weltzwangsstaat zu mauern.

Die »Schädel und Gebeine-Gesellschaft«

     Hollywoods Nervenkitzel-Streifen »The Skulls« wirbt - und gewöhnt zugleich. Nämlich Menschen, die Dunkles, Geheimnisvolles, Grusliges und vor allem Macht schätzen. Totenschädel und Knochen von Menschen gehören seit altersher zu den magischen Ritualgeräten der Okkulten. Sie dienen esoterischen, selbstverwirklichenden, ja, selbstvergottenden Männern und gelegentlich auch Frauen auf ihrem »schweren Weg zur Erleuchtung«. Schädel, Knochen, ja ganze Skelette und Blut, von denen man nie jemand fragt, von wem und wie die »Meister« sie eigentlich gewonnen haben, sind sowohl im buddhistischen Guru-Tantrismus wie schon für die kultischen Weihungen in den untersten Freimaurertempeln unentbehrlich.

Meisterloge des Tempels »Libanon zu den 3 Cedern«, Erlangen. Zu wem gehörten einst Schädel und Skelett?

     »Die Welt« (mit Verweis auf Werbung: www.freimaurer.org) löckte hier am 12.8.2000 vorsichtig gegen den Stachel. Sie titelte: »Präsidenten mit Vorliebe fürs Geheimes – ‚Bruder‘ Roosevelt war Freimaurer – Mitglied des Männerbundes auch in Skandale verwickelt.« Aufregend Neues brachte das Blatt zwar nicht, doch sprach es im Zusammenhang mit dem nun auch bei uns laufenden Film »The Skulls« von dem gleichnamig Geheimorden, der hierzulande noch weniger bekannt ist als die der sonstigen vermeintlichen Weltveredler. Die USA sind da fortschrittlicher.

      In seinem »Who’s Who of the Elite« berichtete 1995 Robert Gaylon Ross, sen., kurz über ihn. Anton C. Sutton stellte die »Skull & Bones Society« in »America’s Secret Establishment« 1986 ebenfalls an den öffentlichen Pranger, einschließlich einer Liste von 291 »Brüdern«. Er, der Verfasser von »Wall Street and the Bolchevik Revolution«, 1974, und »Roosevelt und die internationale Hochfinanz«, Grabert 1990, meldete, daß die »Bones« bei einigen Eingeweihten auch als »Der Orden« bekannt seien, bei anderen aber als »Kapitel 322« ( d. h. Hochgrad) eines Geheimordens aus Deutschland. Nach außen, zur Vertarnung, wurde »Der Orden« 1856 in den »Russel Trust« eingefügt. Bekannt ist er ebenfalls unter dem menschenfreundlichen Namen »Bruderschaft des Todes«.

      Das amerikanische »Kapitel« des »Der Orden« wurde 1833 von dem General William Huntington Russel und Alfonso Taft an der Elite-Universität Yale gegründet, wo es noch heute fleißig unter dem akademischen, politischen und wirtschaftlichen Nachwuchs nach geeigneten jungen Männern sucht. A. Taft wurde 1876 in der »Grant Administration Secretary of War«. Er war der Vater William Howard Tafts, 1857-1930, Mitglied der Kilwinning Lodge Nr. 356 und der einzige Politiker, der beides war: Präsident und Oberster Richter der USA. G. W. Bush, der derzeitige Präsidentschaftsbewerber ist laut »Die Welt« während seines Studiums ebenfalls von der »Brotherhood of Death« angeworben worden.

     »Chapter 322« ist eine geheime Gesellschaft, deren Mitglieder Verschwiegenheit schwören, auch ihre Ordenszugehörigkeit. Tatsächlich finde man in Hunderten von Lebensbeschreibungen nur ein halbes Dutzend, das sich zu ihr bekennt. Es wäre aufschlußreich zu wissen, ob die zahlreichen Mitglieder in den verschiedensten Verwaltungs- und Regierungsämtern ihre eidlichen Bindungen, die häufig den staatlichen widersprechen, der Lebensdatei der FBI geoffenbart haben.

      Die »Bones« sind eine »Senior year society«, die nur in Yale arbeitet. Ihre Mitglieder werden in das »Junior year« erwählt. Sie verbleiben hier bei den »Skull & Bones« aber nur ein Jahr, das »Senior year«. Mit anderen Worten, die Gesellschaft arbeitet fast nur in der Außenwelt. Der Orden, aber nur die Oberen, treffen sich jährlich einmal in Deer Island am St. Lawrence-Strom. Er hat Regeln und Riten, und ist mächtig, unglaublich mächtig. Zu seinem Netzwerk dürften auch die in der Mitte des 19. Jahrhunderts gegründeten »Scroll & Key« und »Wolfs Head«, zählen. In seinem gewissenhaften Esquire-Beitrag behauptet Rosenbaum, wer vom »Eastern Liberal Establishment« nicht »Skull & Bones«-Bruder ist, gehört mit Sicherheit einem der beiden anderen Geheimbünde an.

     Das Auswahlverfahren für neue Mitglieder »Des Ordens« blieb seit 1832 unverändert. Jedes Jahr werden 15, aber nur 15, nie weniger, auserwählt. In den verflossenen 150 Jahren wurden in ihn etwa 2.500 Yale-Akademiker initiiert. Danach leben und wirken ständig rund 500 bis 600 Brüder für die »Bones«. Grob gerechnet ist ein Viertel von ihnen aktiv. Die anderen verloren entweder ihre Lust oder änderten ihre Meinung. Sie sind als »silent drop-outs« weiterhin zur Verschwiegenheit verurteilt.

     Am liebsten fängt man sich »Lufttons«, englisch »Lewis«, aus »Bones«-Familien ein, die tatkräftig, reich, politisch aufgeschlossen und wahrscheinlich unsittliche Mitspieler sind (»amoral team player«). Ehren und finanziellen Erfolg gewährleistet die Macht der Bruderschaft. Doch der Preis dafür heißt, sich ihren Zielen zu verkaufen. Einige, vielleicht viele, waren jedoch nicht bereit diesen Preis zu zahlen.

     Die alte Linie amerikanischer Familien und ihre Nachkommen, die mit »Skull & Bones« verwickelt sind, heißen beispielsweise: Whityney, Perkins, Stimson, Taft, Wadswort, Gilman, Payne, Davidson, Pillsbury, Sloane, Weyerhaeuser, Harriman, Rockefeller, Lord, Brown, Bundy, Bush und Phelps.

Quod erat demonstrandum

     Der Hochgradbruder, Minister W. Goethe, der es ja wissen mußte, schrieb schon vor weit über 200 Jahren, nämlich am 22.6.1781, acht Jahre vor dem Ausbruch der Französischen Revolution, an Lavater :

     »Glaube mir, unsere moralische und politische Welt ist mit unterirdischen Gängen, Kellern und Kloaken miniert, wie eine große Stadt zu sein pflegt, an deren Zusammenhang und ihrer Bewohnenden Verhältnisse wohl niemand denkt und sinnt; nur wird es dem, der einige Kundschaft hat, viel begreiflicher, wenn da einmal der Erdboden einstürzt, dort einmal ein Rauch aus einer Kluft aufsteigt, und wunderbare Stimmen gehört werden.«

     Und Gerry Spence erklärte in »From Freedom to Slavery«:

     »Obwohl wir ständig Lippenbekenntnis für die Freiheit ablegen, wissen wir, daß die Regierung nicht mehr dem Volke dient, sondern sogar sein Beherrscher geworden ist. Während der Wolf tötete, standen wir wie verängstigte Schafe herum; zuerst kamen die Schwachen daran, dann die Verirrten, dann jene am äußeren Rand der Herde, bis zuletzt die ihm völlig gehörte.«

     Und die Christen gemahnt Gaylor an ihr »Wort Gott JHWH’s«:

     »Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie räuberische Wölfe.« (Matthäus 7, 15)

     Er scheint auch auf Lukas 12, 2 zu hoffen:

     »Nichts aber ist verhüllt, was nicht enthüllt werden wird, und nichts verborgen, was nicht bekannt wird.«

     Solange sich sogar volksverantwortlich nennenden Menschen nicht aufraffen können, über das Geheimbundwesen aufzuklären, sollten sie sich klar sein, Verrat an sich selbst wie an ihren Völkern zu betreiben!